In Gmunden scheint eine Serie von Diebstählen und Einbruchsdiebstählen geklärt zu sein. Ein 17-jähriger Jugendlicher aus Linz steht dringend im Verdacht, mehrere Taten begangen zu haben. Ermittler der Polizeiinspektion Gmunden arbeiteten dabei mit dem Landeskriminalamt Oberösterreich zusammen.

Am 5. November 2026 wurde der Jugendliche aufgrund einer Festnahmeanordnung der Staatsanwaltschaft Linz an seiner Wohnadresse in Linz festgenommen. Nach Abschluss der Erhebungen und Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft überstellte ihn die Polizei in die Justizanstalt Linz.

Zehn Einbrüche im Fokus

Die Ermittlungen in Oberösterreich brachten auch drei weitere Jugendliche ins Visier. Sie stehen im Verdacht, in zwei Gasthäuser eingebrochen zu sein. Insgesamt werden die Verdächtigen mit zehn Einbrüchen in Verbindung gebracht.

Aus den Gasthäusern verschwanden mehrere Kellnerbrieftaschen. In einem Fall gelangten die Täter durch ein offenes Fenster ins Gebäude, im anderen schlugen sie eine Fensterscheibe ein. Die geleerten Brieftaschen wurden später in einem Maisfeld weggeworfen – ein Fund, der wohl nicht gerade nach einem ausgeklügelten Plan aussieht.

Unterwegs waren die Jugendlichen in einem nicht zugelassenen Fahrzeug mit gestohlenen Kennzeichen. Bei der Rückkehr nach Linz stoppte die Polizei den Wagen und nahm die Insassen fest. Im Auto fanden die Beamten Einbruchswerkzeug und Bargeld. Drei Beschuldigte wurden in die Justizanstalt Linz gebracht, ein weiterer wurde auf freiem Fuß angezeigt.

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Im Zuge der Ermittlungen forschten die Beamten außerdem einen 16-jährigen russischen Staatsangehörigen aus Linz aus und nahmen ihn fest. Ihm werden sieben Einbruchsdiebstähle vorgeworfen. Bisher konnten insgesamt zehn Einbrüche geklärt werden. Das Landeskriminalamt Oberösterreich ermittelt weiter wegen möglicher weiterer Straftaten und zusätzlicher Mittäter.

Was die Kriminalstatistik tatsächlich zeigt

Die Polizeiliche Kriminalstatistik erfasst und dokumentiert die Entwicklung der Kriminalität in Österreich. Grundlage sind das österreichische Strafgesetzbuch und strafrechtliche Nebengesetze. Seit 2001 werden alle angezeigten Fälle elektronisch registriert.

Die Daten helfen bei der Planung strategischer kriminalpolizeilicher Maßnahmen, bei der vorbeugenden und verfolgenden Kriminalitätsbekämpfung sowie bei organisatorischen Planungen und Entscheidungen. Für die Bewertung der Kriminalitätsentwicklung werden Langzeitentwicklungen über zehn Jahre betrachtet.

Wichtig ist der Blick auf die Grenzen der Statistik: Die PKS ist eine Anzeigenstatistik. Sie erfasst Straftaten, die der Polizei angezeigt und an das Gericht übermittelt wurden. Das Dunkelfeld der Kriminalität bleibt außen vor, ebenso der Ausgang von Gerichtsverfahren.

Beeinflusst werden die Zahlen unter anderem vom Anzeigeverhalten der Bevölkerung, von der Intensität polizeilicher Kontrollen und von Änderungen der Gesetzeslage. Auch die Struktur der PKS wird laufend angepasst – etwa wegen neuer strafrechtlicher Bestimmungen, aktueller gesellschaftlicher Phänomene oder zusätzlicher statistischer Erfassungsparameter.

Veröffentlichungen und Sicherheitsberichte

Auf der Website des Bundeskriminalamts werden Zahlen, Daten sowie umgesetzte und geplante kriminalpolizeiliche Maßnahmen veröffentlicht. Verfügbar sind unter anderem die „Kriminalpolizeiliche Anzeigenstatistik 2025“ als Broschüre mit 2 MB, die „Polizeiliche Kriminalstatistik 2024“ mit 1,4 MB, jene für 2023 mit 3,9 MB und die Ausgabe 2022 mit 5,4 MB. Dazu kommt die Präsentation „Die Entwicklung der polizeilichen Anzeigen in Österreich“ mit 460,2 KB.

Für 2021 stehen eine Presseaussendung mit 129,6 KB, eine Präsentation mit 241 KB, „Kriminalprävention 2021“ mit 113,3 KB sowie „Daten und Fakten zu vollendeten Morden an weiblichen Opfern 2021“ mit 404,5 KB zur Verfügung. Die PKS 2020 umfasst eine Presseaussendung mit 149,9 KB und eine Präsentation mit 258,3 KB.

Ältere Veröffentlichungen reichen zurück bis 2013: die PKS 2019 als Broschüre mit 5,2 MB und Flyer mit 427,5 KB, die Ausgabe 2018 mit der Broschüre „Sicherheit 2018“ mit 3,49 MB, „Crime Statistics 2018 – Conclusions“ mit 281,8 KB und Tabellen zur Kriminalitätsstatistik 2018. Hinzu kommen „Sicherheit 2017“ mit 1,8 MB, „Sicherheit 2016“ mit 3,8 MB, „Sicherheit 2015“ mit 35,7 MB, „Sicherheit 2014“ mit 1,6 MB und „Kriminalitätsentwicklung 2013“ mit 886,7 KB.

Die jährlich erscheinenden Sicherheitsberichte enthalten detaillierte Zahlen. Erstellt und veröffentlicht werden sie gemeinsam vom Bundesministerium für Inneres und vom Bundesministerium für Justiz. Derzeit bestehen die Sicherheitsberichte aus vier Teilen: der Anzeigenstatistik des jeweiligen Berichtsjahres, der Verurteilungsstatistik des jeweiligen Berichtsjahres und einer Darstellung wesentlicher kriminalpolitischer Entwicklungen.

Für Auskünfte und Detailfragen ist das Büro für Kriminalstatistik im Bundeskriminalamt zuständig: kriminalstatistik@bmi.gv.at. Die Informationen auf der Website wurden zuletzt am 19. September 2025 aktualisiert. Außerdem gibt es dort die Rubriken „Sicherheitsberichte der Bundesregierung“ und „Lageberichte des Bundeskriminalamtes“.