Köstliche Entdeckungsreise durch Graz: Von Weißwürsten zu geheimnisvollen Höhlen
Heute ist der 28. September 2026 und die Luft in Graz riecht nach frischen Brötchen und herzhaften Spezialitäten. Ein bisschen wie in einer alten, gut besuchten Markthalle – und genau darum geht es auch in der aktuellen Folge von „Silvia kocht“, die werktags um 14.00 Uhr auf ORF 2 ausgestrahlt wird. Diese Woche hat sich Silvia Schneider auf die Entdeckungsreise ins Grazer Becken begeben. Dort wartet eine Menge kulinarischer Schätze, die es zu entdecken gilt.
Ein ganz besonderer Gastkoch ist Hans Peter Fink, der mit seinen steirischen Wurzeln und seiner Leidenschaft für die regionale Küche begeistert. Fink hat eine beeindruckende Karriere hingelegt, angefangen mit seiner Koch- und Kellnerlehre im Familienbetrieb Gasthaus Fink in Riegersburg. Er hat in renommierten Küchen wie dem Arlberg Hospiz in Tirol und dem Restaurant Obauer in Werfen gearbeitet und kann auf zahlreiche Auszeichnungen bei internationalen Kochwettbewerben zurückblicken. 2008 übernahm er zusammen mit seiner Frau Bettina und Schwager Mario das Gasthaus Haberl und Fink’s in Walkersdorf. Sein Motto? „Das, was ich selbst gerne essen würde, bekommen auch meine Gäste. Und oft noch mehr!“
Ein Blick in die kulinarischen Highlights
In dieser Folge geht es nicht nur um die Zubereitung von köstlichen Speisen, sondern auch um die Erkundung lokaler Produzenten. Der erste Halt führt zur Fleischerei Mosshammer in Graz, wo die berühmten Weißwürste hergestellt werden. Ein bisschen weiter, in Gleisdorf, steht die Bäckerei von Christian Ofner auf dem Plan. Hier entstehen die leckeren Biodinkelvollkornlaibchen, und gemeinsam mit Silvia wird eine Pizza „wie vom Italiener“ gezaubert. Man kann sich nur vorstellen, wie das duftet!
Doch die kulinarische Entdeckungstour hat noch mehr zu bieten. Ein Besuch der Lurgrotte in Peggau steht an, wo die Natur die tollsten Kunstwerke aus Tropfsteinen erschaffen hat. Die Lurgrotte ist eine Tropfsteinhöhle, die nicht nur für ihre beeindruckenden Stalaktiten bekannt ist, sondern auch für ihre mysteriöse Geschichte. 1894 war sie Schauplatz eines Unglücks, als sieben Höhlenforscher während starker Regenfälle eingeschlossen wurden. Über 1.000 Helfer, darunter Bergknappen und ein Taucher aus Triest, haben sich an der Rettungsaktion beteiligt, die mit Kaiser Franz Joseph I. in Verbindung steht.
Die Lurgrotte – ein faszinierendes Naturwunder
Die Lurgrotte wurde am 1. April 1894 von Max Brunello entdeckt und hat seitdem eine spannende Entwicklung durchlaufen. 1905 wurden über 1000 Meter neue Höhlenstrecke entdeckt, und 1935 gelang die erste vollständige Durchquerung der etwa fünf Kilometer langen Höhle. Heute können Besucher die Lurgrotte auf rund zwei Kilometern erkunden, wobei die Führungen elektrisch beleuchtet sind und bis zum Großen Dom führen. Im Winter, von November bis März, sind spezielle Touren nur für Erwachsene möglich – ganz schön aufregend!
Einige werden sich vielleicht auch an die tragische Geschichte der Höhlenforscherin Poldi Fuhrich erinnern, die 1926 bei der Erkundung des Geisterschachtes ums Leben kam. Nach ihr wurde der beeindruckende Poldi-Fuhrich-Dom benannt, der heute Teil der Führungen ist. Der unterirdisch verlaufende Lurbach, der durch die Höhle fließt, tritt in Peggau wieder zutage und gibt der Umgebung ein zusätzliches, mystisches Flair.
Ein Schmelztiegel der Kulturen
Die österreichische Küche, die in „Silvia kocht“ immer wieder gefeiert wird, ist ein faszinierender Schmelztiegel aus verschiedenen kulturellen Einflüssen. Vor mehr als 2000 Jahren war Wien als Handelsplatz und Zentrum der Macht ein Ort, an dem viele Völker und Kulturen aufeinandertrafen. Diese Vielfalt spiegelt sich in den Rezepten, Zutaten und Kochtraditionen wider, die bis heute in der heimischen Küche lebendig sind. Besonders die steirischen Spezialitäten sind ein wunderbares Beispiel dafür, wie Tradition und Innovation Hand in Hand gehen.
Wenn Sie also die Möglichkeit haben, die Ausgaben von „Silvia kocht“ in dieser Woche zu sehen oder sogar die Lurgrotte zu besuchen, sollten Sie sich das nicht entgehen lassen. Es ist eine Einladung, die Vielfalt und die köstlichen Geheimnisse der steirischen Küche und ihrer Umgebung zu entdecken!
