Wenn Kunst und Wissenschaft im Kosmos aufeinandertreffen: Der steirische herbst 2026 in Graz
Es ist wieder soweit! Der steirische herbst in Graz öffnet seine Pforten für das ORF musikprotokoll, und das von 3. bis 11. Oktober 2026. Dieses Jahr dreht sich alles um die spannende Suche nach dem Ursprung und die Verbindung zwischen Mikro- und Makrokosmos. Ein wahres Fest für alle, die sich für die Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft begeistern, denn der Kristallisationspunkt dieses Events ist die Ausstellung „Supernova“ sowie das Symposium „Space, Time and Material: Trajectories between Art and Science“.
Involviert sind Lehrende, Forschende und Studierende der Kunstuniversität Graz (KUG) und der Universität Graz. Das Ganze wird inspiriert durch die SciArt Dialogue Week 2026, die am renommierten CERN stattfand. Hier werden die Grenzen zwischen den Disziplinen spielerisch überschritten. Ein Vermittlungsprogramm, das seit 2012 Wissenschaft und Kunst verbindet, ist art@CMS/ORIGIN, gegründet von dem Physiker, Fotografen und Künstler Michael Hoch. Auch die Professorin für Bildende Kunst an der KUG, Anke Eckardt, hat sich aktiv beteiligt. Sie führte eine Gruppe von Studierenden im Januar 2026 nach Genf. Das, was sie dort erlebt haben, wird im Volkskundemuseum Graz präsentiert – ein absolutes Muss für alle Neugierigen!
Symposium und Austausch
Am 6. und 7. Oktober wird das Symposium stattfinden, bei dem Wissenschaftler:innen vom CERN mit Teilnehmer:innen aus den Bereichen Musikwissenschaft, Kunstwissenschaft, Philosophie, Physik und Religionswissenschaften zusammentreffen. Ein Austausch, der nicht nur die Köpfe, sondern auch die Herzen anregen soll. Hier wird nicht nur diskutiert, sondern auch gemeinsam an Ideen gearbeitet, die die Grenzen der Disziplinen sprengen. Das klingt nach einer spannenden Woche!
Und während Graz sich in ein kreatives Epizentrum verwandelt, findet gleichzeitig das Ars Electronica Festival 2026 in Linz statt. Hier werden Kunst, Wissenschaft und gesellschaftliche Werte unter die Lupe genommen. Projekte wie „Radical Gaming“ untersuchen den Einfluss von Gaming-Kulturen auf die Radikalisierung junger Menschen. Auch interaktive Installationen, wie die von Alessandro Martinelli, die Besucher:innen durch ein dunkles Labyrinth navigieren lässt, werden geboten. Das Festival setzt ein klares Zeichen für die Notwendigkeit der Zusammenarbeit zwischen Kunst und Wissenschaft zur Gestaltung einer zukunftsorientierten Gesellschaft.
Das Linz Institute of Technology (LIT) wird am JKU MED CAMPUS Art-and-Science-Projekte präsentieren, die zeigen, wie vielfältig und spannend diese Verbindungen sein können. Projekte wie „Intimate Triage“, das die Interaktionen zwischen humanoiden Robotern und menschlichen Fachpersonen im Gesundheitsbereich untersucht, oder „P.A.I.N.“, das persönliche Schmerzempfindungen mit planetaren Krisen verbindet, zeigen, wie wichtig es ist, über den Tellerrand hinauszuschauen.
Die Verbindung zwischen Kunst und Wissenschaft ist also nicht nur ein Trend, sondern ein notwendiger Schritt in eine Zukunft, die sich ständig weiterentwickelt. Graz und Linz stehen exemplarisch dafür, wie beide Bereiche zusammenarbeiten können, um neue Perspektiven und Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit zu finden.
