Äpfel mit Geschichte: Ein neuer Geschmack aus der Steiermark
In der idyllischen Steiermark, genauer gesagt in Großwilfersdorf, tut sich was im Apfelanbau! Spar und Frutura haben sich zusammengetan, um zwei ganz besondere Apfelsorten zu testen: den Ilzer Rosenapfel und den Falchs Gulderling. Diese Sorten sind nicht nur selten, sondern könnten auch einen frischen Wind in die Obstregale bringen. Auf einer Testfläche von rund 0,7 Hektar wurden insgesamt 2.150 Bäume gepflanzt – 1.300 Ilzer Rosenäpfel und 850 Falchs Gulderlinge. Das Projekt hat 2023 mit der Veredelung von Edelreisern begonnen und zielt darauf ab, die Entwicklung dieser alten Sorten unter modernen Anbaubedingungen zu beobachten.
Alte Kulturpflanzen und Biodiversität sind die großen Themen des Projekts. Der Spar-Bienenrat, der sich genau damit beschäftigt, hat die Idee ins Leben gerufen. In Österreich sind rund 2.000 Apfelsorten bekannt, doch nur ein kleiner Teil findet seinen Weg in die Obstregale. Daher könnte dieses Vorhaben nicht nur für die Natur, sondern auch für die Verbraucher von Bedeutung sein. Die ersten Äpfel dieser beiden Sorten werden ab Ende November 2026 exklusiv bei Interspar am Schottentor in Wien erhältlich sein. Eine spannende Aussicht für all jene, die auf der Suche nach neuen Geschmackserlebnissen sind!
Die Sorten im Detail
Der Ilzer Rosenapfel hat seine Wurzeln im Sortenerhaltungsgarten Wagersbach, während der Falchs Gulderling aus einem Sortenerhaltungsquartier in Südtirol stammt. Bei der Beobachtung der Bäume wird nicht nur die Wuchsleistung unter die Lupe genommen, sondern auch die Fruchtqualität, der Ertrag, die Krankheitsanfälligkeit und die Lagerfähigkeit. Erste Erkenntnisse sind bereits vielversprechend: Die Bäume des Ilzer Rosenapfels wachsen kräftig, und beim Falchs Gulderling wurden große Früchte und erste Erträge festgestellt.
Die langfristige Planung sieht eine Erweiterung der Testfläche auf etwa einen Hektar vor, mit bis zu 1.500 Bäumen pro Sorte. Sollte das Projekt gut verlaufen, könnte das Angebot in weiteren SPAR-Märkten regional ausgeweitet werden. Ein Teil der Ernte wird nicht nur für den Verkauf, sondern auch für Verkostungen, Untersuchungen und Lagertests verwendet. Zudem werden Äpfel an steirische Kindergärten und Schulen verteilt – eine tolle Möglichkeit, den Nachwuchs für alte Apfelsorten zu begeistern!
Ein Blick in die Zukunft
Die ersten Früchte werden 2026 geerntet, und die Vorfreude wächst – nicht nur bei den Produzenten, sondern auch bei den Verbrauchern, die neugierig sind auf die neuen Geschmäcker. Die Kombination aus Tradition und modernen Anbautechniken könnte der Schlüssel sein, um alte Sorten wiederzubeleben und in die heutige Zeit zu bringen. Wenn das Projekt erfolgreich verläuft, darf man gespannt sein, wie sich die Anbaumengen in den kommenden Jahren entwickeln. Vielleicht wird der Ilzer Rosenapfel bald zum Geheimtipp unter Obstliebhabern!
Die Geschichte dieser Apfelsorten ist ein Teil des Erhalts unserer kulinarischen Traditionen. In einer Zeit, in der alles immer schneller und gleichförmiger wird, ist es umso wichtiger, solch besondere Projekte zu unterstützen. Wer weiß, vielleicht haben wir bald das Glück, diese schmackhaften Äpfel selbst zu kosten!
