Heute ist der 27.09.2026 und in Techelsberg am Wörther See, wo die sanften Hügel und das glitzernde Wasser für viele eine Oase der Ruhe sind, nimmt eine rührende Geschichte ihren Lauf. Manuela Kopeinig hat sich entschieden, ihre Alpakazucht nach 14 Jahren aufzugeben. Die Gründe dafür sind alles andere als leicht: Ihr Ehemann ist erkrankt, und die familiären Umstände erfordern nun ihre volle Aufmerksamkeit. Es ist ein schwerer Schritt, den sie im Einklang mit ihrem Herzen und dem Wohl ihrer Familie gegangen ist.

Die Alpakazucht begann 2012, als Manuela und ihr Mann ein bezauberndes Baby-Alpaka sahen. Von diesem Moment an war die Leidenschaft entflammt! Die Herde wuchs auf bis zu 30 Tiere und die liebenswerten Tiere wurden nicht nur zu einem Teil ihres Lebens, sondern auch zu einem wertvollen Beitrag in der Behindertenarbeit. Die Alpakas sind ruhige, neugierige Geschöpfe, die nicht nur durch ihre weiche Wolle, sondern auch durch ihre soziale Interaktion begeistern. Diese sanften Tiere stammen ursprünglich aus den Anden Südamerikas und erfreuen sich heute großer Beliebtheit in Europa.

Ein neues Kapitel für die Alpakas

Die Nachricht, dass die Alpakazucht eingestellt wird, hat auch die Suche nach neuen, liebevollen Besitzern für die fünf Alpakas mit sich gebracht. Ein Teil der Tiere zieht nach Hermagor, während die anderen nach Niederösterreich aufbrechen. Manuela hat sich die Zeit genommen, um sicherzustellen, dass die neuen Halter die gleichen Werte pflegen, die sie selbst in die Zucht eingebracht hat. Sie plant, den Kontakt zu den neuen Besitzern zu halten und gelegentlich zu besuchen – eine schöne Geste, die zeigt, wie wichtig ihr diese Tiere sind.

Obwohl die Alpakazucht nun Geschichte ist, bleibt der Hofladen geöffnet. Allerdings wird das Angebot auf kleinere Produkte beschränkt, was sicher viele Kunden freuen wird. Montags bis freitags von 17 bis 19 Uhr – und nach Vereinbarung – kann man weiterhin in den Genuss der hochwertigen Alpakaprodukte kommen. Von Schuheinlagen über Socken bis hin zu Schals und sogar Kosmetik; das Sortiment, das Manuela aufgebaut hat, spricht für die Vielseitigkeit des Alpaka-Vlieses.

Wissenswertes über die Alpakahaltung

Die Alpakazucht ist kein Zuckerschlecken. Es braucht umfangreiche Kenntnisse für die Pflege und Zucht dieser wunderbaren Tiere. Manuela weiß das nur zu gut. Alpakas sind Herdentiere und sollten mindestens zu zweit gehalten werden. Stallhaltung ist nicht artgerecht – sie brauchen Platz, frisches Wasser, und eine ausgewogene Ernährung. Eine Weidefläche von mindestens 1000 m² für das erste Alpaka ist empfehlenswert, plus 100 m² für jedes weitere Tier. Die richtige Weideumzäunung ist ebenfalls wichtig, besonders in Anbetracht der Bedrohung durch Wölfe in einigen Regionen. Ein 1,50 m hohes Drahtknotengeflecht wird empfohlen, um die Tiere zu schützen.

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Für alle, die an der Alpakazucht interessiert sind, stehen staatlich anerkannte Sachkundekurse zur Verfügung. Der nächste findet am 23. und 24. Oktober 2026 statt, und der Grundkurs zur Alpakazucht ist am 24. und 25. April 2026 angesetzt. Die Zucht erfordert ein tiefes Verständnis für Reproduktion, Haltungsbedingungen und Pflegetechniken. Die Qualität der Alpakafaser, die so geschätzt wird, hängt von vielen Faktoren ab, darunter Genetik, Ernährung und Pflege – eine Herausforderung, die Manuela über die Jahre gemeistert hat.

Ein Abschied mit Ausblick

Obwohl Manuela ihre Zucht aufgibt, bleibt sie der Branche verbunden. Sie möchte ihr Wissen weiterhin einbringen und die wertvollen Erfahrungen, die sie in den letzten 14 Jahren gesammelt hat, weitergeben. Alpakas werden oft in sozialen und therapeutischen Kontexten eingesetzt und haben ein großes Potenzial, emotionale Unterstützung zu bieten. Vielleicht wird Manuela sogar neue Wege finden, um ihre Liebe zu diesen Tieren mit anderen zu teilen.

Die Alpakazucht in Techelsberg mag zu Ende gehen, doch die Erinnerungen und die Liebe zu diesen sanften Tieren werden bleiben. Ein neues Kapitel beginnt, nicht nur für Manuela, sondern auch für ihre Alpakas, die ein neues Zuhause finden werden. Die Zukunft ist ungewiss, aber eines ist sicher: Die Geschichte von Manuela und ihren Alpakas wird in den Herzen vieler weiterleben.