Heute ist der 14.07.2026, und die Temperaturen in der Inneren Stadt steigen weiter. Die ersten beiden Hitzewellen des Jahres – eine im Mai und die zweite im Juni – haben nicht nur uns Menschen, sondern auch die Tiere in unserer Umgebung stark belastet. Tierschutz Austria hat im Juni 250 Wildtiere, darunter Jungvögel, Rehkitze und Igel, versorgt, die unter der Hitze litten. Besonders tragisch ist das Schicksal der jungen Mauersegler, die vor der unerträglichen Wärme aus ihren Nestern flüchten und dabei oft abstürzen. Ein alarmierendes Zeichen dafür, dass die Natur unter dem Klimawandel leidet.

In Wien entfacht die Hitze auch eine hitzige Debatte über den Einsatz von Fiakerpferden. Während der Temperaturen über 35 Grad ist der Einsatz dieser Pferde verboten, doch Tierschutzorganisationen fordern bereits Regelungen ab 30 Grad. Sie wissen, dass auch unsere Haustiere gefährdet sind. Im Gegensatz zu uns Menschen können sie sich nicht einfach durch Schwitzen abkühlen. Sie hecheln, trinken und brauchen dringend Schutz vor der extremer Hitze.

Besondere Fürsorge für Haustiere

Haustiere wie Hunde und Katzen sind besonders verletzlich. Katzen haben zwar die Möglichkeit, sich selbst zu bewegen und kühlere Plätze aufzusuchen, doch auch sie benötigen unsere Hilfe. Es ist wichtig, dass sie Zugang zu schattigen Bereichen im Haus oder Garten haben. Stets frisches und kühles Wasser sollte bereitstehen, und kühle Rückzugsorte wie gekühlte Liegeplätze oder feuchte Handtücher sind Gold wert. Die Fütterung in den kühleren Morgen- und Abendstunden kann ebenfalls zur Entlastung beitragen. Regelmäßiges Bürsten unterstützt zudem die natürliche Kühlung der Tiere.

Hunde hingegen sollten niemals im Auto gelassen werden, auch nicht mit offenen Fenstern. Spaziergänge müssen in den frühen Morgen- und späten Abendstunden stattfinden, wenn es nicht mehr ganz so drückend ist. Frisches Wasser, schattige Plätze und kühle Liegeflächen sind für sie ebenfalls unerlässlich. Besonders Hunde mit kurzem oder hellem Fell sind anfällig für Sonnenbrand. Körperliche Aktivitäten sollten bei hohen Temperaturen stark reduziert werden.

Die kleinen Mitbewohner im Blick behalten

Kleintiere wie Kaninchen und Meerschweinchen sind ebenfalls keineswegs zu vernachlässigen. Ihre Ställe sollten nicht in direkter Sonneneinstrahlung stehen, und mobile Gehege müssen im Schatten platziert werden. Feuchte Handtücher oder kühle Steinplatten können zur Abkühlung beitragen. Übrigens, Kaninchen und Meerschweinchen benötigen bei viel Frischfutter weniger Wasser – ein kleiner Lichtblick in der Hitze. Auch Schildkröten, die Wärme zum Sonnenbaden brauchen, müssen Zugang zu Wasser haben.

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Und was ist mit unseren gefiederten Freunden? Wellensittiche sind hitzeunempfindlich, benötigen jedoch Schutz vor Zugluft. Ein leichtes Besprühen mit Wasser kann für Erfrischung sorgen. Es ist wirklich erstaunlich, wie viele Tiere unter dieser Hitze leiden und wie wichtig es ist, ihnen die nötige Aufmerksamkeit zu schenken.

Insgesamt kommen bei der Hitze viele Faktoren zusammen, die oft übersehen werden. Der Asphalt kann sich bei 25 Grad auf über 50 Grad erhitzen. Das ist der Moment, in dem Hundeschuhe und Handtests zum Einsatz kommen sollten. Zu Hause können feuchte Tücher und Kühlmatten helfen, während Ventilatoren nicht direkt auf die Tiere gerichtet werden sollten. Und wie gefährlich die Situation in Autos ist, zeigt die Tatsache, dass der Innenraum eines Fahrzeugs bei 20 Grad Außentemperatur auf bis zu 46 Grad steigen kann – bei längerer Standzeit sogar bis zu 80 Grad. Im letzten Jahr wurden in Wien 13 Anzeigen wegen im Auto zurückgelassener Hunde verzeichnet; die Dunkelziffer liegt vermutlich höher.

Die Hitzewellen des Jahres 2023 sind eine eindringliche Erinnerung daran, dass wir nicht nur für uns selbst, sondern auch für unsere tierischen Begleiter Verantwortung tragen. In diesen heißen Zeiten ist es unerlässlich, einen kühlen Kopf zu bewahren und das Wohl unserer Tiere im Blick zu behalten.

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