Heute ist der 25.09.2026 und in Salzburg hat sich etwas ganz Besonderes ereignet. Im September haben 17 neue Lehrlinge ihre duale Ausbildung an den Salzburger Landeskliniken begonnen. Eine spannende Sache, denn unter diesen Lehrlingen sind zum ersten Mal auch zwei Labortechnikerinnen! Das ist nicht nur ein Schritt in die richtige Richtung für die Gleichstellung in technischen Berufen, sondern auch ein Zeichen dafür, dass die Salzburger Landeskliniken frischen Wind in die Ausbildung bringen. Hermann Leiter, der Leiter des Managementbereiches Personal und Recht, und Brigitte Dorner, die Ausbildungsverantwortliche, haben die neuen Gesichter herzlich begrüßt. Es ist schön zu sehen, dass sie den Lehrlingen gleich zu Beginn Mut machen und ihnen die Türen zu den Entwicklungsmöglichkeiten öffnen.

Insgesamt bieten die Salzburger Landeskliniken 41 Lehrstellen an, wobei der Großteil am Universitätsklinikum Salzburg angesiedelt ist. Das zeigt einmal mehr, wie wichtig die Ausbildung in der Gesundheitsbranche ist, gerade in Zeiten, wo der Fachkräftemangel immer drängender wird. Spannend wird auch die neue vierjährige Lehre zur Pflegefachassistenz, die seit einem Jahr an zehn Stellen angeboten wird. Diese Ausbildung vermittelt nicht nur die Grundlagen der Pflege, sondern setzt auch auf praktische Erfahrungen in Krankenhäusern, Pflegeheimen oder ambulanten Pflegediensten. Es ist kein Geheimnis, dass der praktische Anteil in der Ausbildung überwiegt, und das ist auch gut so – schließlich lernt man am besten durch praktisches Tun.

Fachkräftemangel im Gesundheitswesen

Der Fachkräftemangel im Gesundheitswesen ist eine der größten Herausforderungen, mit denen wir 2026 im DACH-Raum konfrontiert sind. In Deutschland sind über 200.000 Vollzeitstellen im Pflege- und Gesundheitsbereich unbesetzt, und das hat seine Gründe. Eine alternde Bevölkerung erhöht den Bedarf an Pflegekräften, während viele erfahrene Fachkräfte in den Ruhestand gehen. In Deutschland gibt es weniger als 0,5 arbeitslose Fachkräfte pro offener Pflegestelle – das sagt doch alles, oder? Ein weiteres Problem: Die durchschnittliche Vakanzzeit im Gesundheitswesen beträgt über 200 Tage. Das ist einfach zu lang, wenn man bedenkt, wie dringend diese Berufe besetzt werden müssen!

Besonders betroffen sind Fachkrankenpfleger, Gesundheits- und Krankenpfleger, Altenpfleger und Ärzte in ländlichen Regionen. Die Prognosen bis 2030 zeigen, dass allein in Deutschland über 500.000 Fachkräfte benötigt werden. In Österreich sind es 75.000 zusätzliche Pflegepersonen, und in der Schweiz fehlen etwa 65.000 Pflegefachkräfte. Die demografische Entwicklung ist hier ein echter Gamechanger: Bis 2030 wird jeder dritte Beschäftigte im Gesundheitswesen in Rente gehen. Das gibt zu denken!

Herausforderungen und Chancen

Ein weiteres Hindernis ist das Image der Pflegeberufe. Viele junge Menschen meiden diese Berufe wegen der hohen Belastung und der oft niedrigen Vergütung. Das muss sich ändern! Die Top-Herausforderungen bei der Mitarbeitergewinnung sind klar: Ein Bewerbermarkt, in dem die Leute aus mehreren Angeboten wählen können, eine demografische Lücke und regionale Disparitäten, die den Personalmangel in ländlichen Gebieten noch verstärken. Zudem gibt es oft komplexe Anerkennungsverfahren für ausländische Abschlüsse.

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Um diese Herausforderungen zu meistern, sind moderne Recruiting-Strategien gefragt. Arbeitgeber müssen ihr Employer Branding stärken, aktiv nach Talenten suchen und spezialisierte Jobportale nutzen. Auch die Mitarbeiterbindung durch Onboarding-Programme ist entscheidend. Das Ziel muss es sein, nicht nur nationale, sondern auch internationale Fachkräfte zu gewinnen, um den Bedarf zu decken.

Die Einführung der neuen Lehrlinge und die Etablierung der Lehre zur Pflegefachassistenz sind also nicht nur ein wichtiger Schritt für die Salzburger Landeskliniken, sondern auch ein kleiner, aber feiner Beitrag zur Bekämpfung des Fachkräftemangels im Gesundheitssektor. Es bleibt spannend zu sehen, wie sich die Situation in den kommenden Jahren entwickeln wird.