60 Jahre Imster Bergbahnen: Vom Alpjoch-Lift zur Tiroler Traditionsattraktion
Die Imster Bergbahnen feiern 2026 ihr 60-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass zeichnete Wirtschaftslandesrat Mario Gerber das Unternehmen als „Tiroler Traditionsbetrieb“ aus. Die Urkunde nahmen Geschäftsführer Bernhard Schöpf, Betriebsleiter Stefan Kropf und der Imster Bürgermeister Stefan Weirather im Innsbrucker Landhaus entgegen.
Begonnen hat die Geschichte am 8. März 1966. Damals versammelten sich rund 150 Persönlichkeiten aus Imst zur Gründungsversammlung der „Alpjoch-Imst-Lift GesmbH“. Am 13. Mai 1966 wurde die erste Konzession erteilt – damit nahm der Seilbahnbetrieb in Hoch-Imst seinen Anfang.
Vom Liftbetrieb zur Ausflugsattraktion
Seit sechs Jahrzehnten prägen die Bergbahnen den Tourismus in Hoch-Imst. In den folgenden Jahrzehnten wurde kontinuierlich in die Infrastruktur investiert. Ein neuer Speicherteich ermöglicht heute eine leistungsfähige und effizientere Beschneiung.
2003 kam der Alpine Coaster Imst dazu. Die schienengeführte Ganzjahresrodelbahn gilt bis heute als längste ihrer Art in den Alpen und wurde rasch zum Publikumsmagneten. Gäste und Einheimische schätzen die Attraktion gleichermaßen; sie zieht Besucher aus der Region und aus anderen Gebieten an.
2021 wurde die Seilbahn neu gebaut. Seither bringen 10er-Gondeln jeweils bis zu zehn Personen auf den Berg und wieder zurück. Die geräumigen Kabinen, der ebenerdige Ein- und Ausstieg und die deutlich kürzere Fahrzeit sorgen für mehr Komfort – gerade dann, wenn bei schönem Wetter in Hoch-Imst ordentlich Betrieb ist.
Weitere Investitionen geplant
Geschäftsführer Bernhard Schöpf wertete die Auszeichnung als Anerkennung für die Entwicklung des Unternehmens. Zugleich kündigte er weitere Investitionen an. Aktuell entsteht eine Photovoltaikanlage am Gebäude der Mittelstation.
Bei der Übergabe dankte Schöpf den Eigentümern, den Mitarbeitenden und den Partnern. Besonders hob er die heimische Bevölkerung hervor, deren Unterstützung und Vertrauen die Bergbahnen über die Jahre begleitet hätten.
Landesrat Gerber betonte bei der Ehrung, für langfristigen Unternehmenserfolg brauche es Mut, Ausdauer und kontinuierliche Weiterentwicklung. Traditionsbetriebe wie die Imster Bergbahnen schafften Arbeitsplätze und trügen zur regionalen Wertschöpfung bei. In Imst geht die Fahrt damit weiter – mit Gondeln, Coaster und künftig auch mehr Sonnenstrom.
