Am 17. September 2026 fand in Hietzing eine spannende Informationsveranstaltung zur Attraktivierung der Verbindungsbahn Neu statt. Organisiert von der WKOimBezirk Hietzing, war das Event ein Magnet für zahlreiche Unternehmer:innen, die sich über eines der bedeutendsten Infrastrukturprojekte im Westen Wiens informieren wollten. Projektleiter Thomas Schöfmann und Projektkoordinator Markus Hoier präsentierten die geplanten Vorhaben, und die Visualisierungen zeigten eindrucksvoll die neuen Streckenabschnitte sowie die Verbesserungen für Anrainer, Betriebe und Pendler.

Die Stimmung war lebhaft, und der direkte Dialog zwischen Projektverantwortlichen und Unternehmer:innen wurde großgeschrieben. Es gab viele Fragen, insbesondere zu den geplanten Rodungen und den anschließenden Baumpflanzungen entlang der Strecke. Die ÖBB plant, mehr Bäume neu zu pflanzen als gerodet werden – ein kleiner Lichtblick inmitten des großen Bauprojekts. Zudem wurde den Bürger:innen in Hietzing die Möglichkeit gegeben, sich für Baumpflanzungen auf ihrem privaten Grund zu melden. Ein tolles Angebot, wenn man bedenkt, wie wichtig Bäume für das Stadtklima sind!

Bauabschnitte und Herausforderungen

Der erste Bauabschnitt hat bereits im September 2026 begonnen und umfasst die Strecke zwischen Hütteldorf und Schrutkagasse. Der zweite Bauabschnitt soll von 2030 bis 2032 bis zur Station Speising führen, während der letzte Abschnitt von 2035 bis Ende 2036 geplant ist und die Strecke bis zum Rosenhügelsteg verlängert. Eine neue Haltestelle an der Hietzinger Hauptstraße soll bis Ende 2029 in Betrieb gehen. Das klingt nach einer Menge Arbeit, und es gibt sicherlich auch Bedenken unter den Unternehmer:innen zu den Verkehrsbehinderungen während der Bauphasen. Doch die Verantwortlichen versicherten, dass Straßensperren punktuell und meist nur tageweise notwendig sein werden. Anrainer:innen und Betriebe werden 14 Tage im Voraus informiert, was sicherlich hilfreich ist, um sich darauf einzustellen.

Einige Unternehmer:innen äußerten jedoch Bedenken, dass keine Förderungen für die betroffenen Unternehmen vorgesehen sind. Das könnte zu finanziellen Engpässen führen, vor allem für kleinere Betriebe, die während der Bauarbeiten möglicherweise weniger Kundenverkehr haben werden. Für Anfragen wurde eine Ombudsstelle eingerichtet, die telefonisch und per E-Mail erreichbar ist – ein Schritt in die richtige Richtung, auch wenn es nicht die Lösung aller Probleme ist.

Öffentlicher Verkehr und Lärmschutz

Ein zentrales Ziel des Projekts ist die Steigerung der Leistungsfähigkeit des öffentlichen Verkehrs in Wien, was sich nicht nur positiv auf die Pendler auswirken wird, sondern auch den Wirtschaftsstandort Wien stärken soll. Die Bahntrasse wird auf 8 Meter in Hochlage geführt, was Eisenbahnkreuzungen überflüssig macht. Außerdem wird die Haltestelle Wien Speising modernisiert und verlegt, und neue Haltestellen – darunter eine bei der Stranzenbergbrücke – sind in Planung.

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Ein weiterer wichtiger Aspekt sind die Lärmschutzwände und transparenten Elemente, die entlang der Verbindungsbahn errichtet werden sollen. Diese sollen dazu beitragen, den Lärmpegel für Anrainer:innen und Betriebe zu senken und damit die Lebensqualität in der Umgebung zu verbessern. Es bleibt zu hoffen, dass die Umsetzung dieser Maßnahmen rechtzeitig erfolgt.

Die S80 wird bis Ende 2027 nur zwischen Aspern und Meidling verkehren, was die Verkehrslandschaft zusätzlich beeinflusst. Damit sind die Anwohner:innen und Unternehmer:innen gefordert, sich auf die Veränderungen einzustellen.

Die ÖBB hat zudem eine Informationsplattform eingerichtet und bietet in der Speisinger Straße 3 eine Infobox an, die von Montag bis Freitag geöffnet ist. Dort kann man mehr über die Bauphasen erfahren und einen interaktiven Einblick in das Projekt erhalten. Ein guter Schritt, um die Menschen auf dem Laufenden zu halten und die Transparenz zu fördern.

Der Spatenstich am 18. September markiert den offiziellen Projektstart. Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass alles reibungslos verläuft und die geplanten Vorteile tatsächlich realisiert werden. Es wird spannend zu sehen, wie sich die Verbindungsbahn Neu entwickeln wird und welche positiven Auswirkungen sie auf die Region haben könnte.