Am Samstagabend, dem 7. Juni, kam es im Bezirk Feldkirchen zu einem unerwarteten Sirenenalarm. Die Feuerwehren Bad Kleinkirchheim, Patergassen, Ebene Reichenau und Zedlitzdorf sowie die Polizei wurden alarmiert. Grund war eine Meldung über einen Nebengebäudebrand in Vorwald, einer Gemeinde in Reichenau, die kurz vor 20 Uhr einging. Flammen waren aus der Ferne sichtbar – das ließ Schlimmes vermuten!
Die Einsatzkräfte rückten hastig zum Einsatzort aus. Was sie vor Ort jedoch vorfanden, war eine große Erleichterung. Statt eines lodernden Feuers, das ein Gebäude bedrohte, entpuppte sich die Quelle der Flammen als harmloses Brauchtumsfeuer. Kein Eingreifen der Feuerwehren war notwendig. Nach kurzer Zeit konnten die Einsatzkräfte wieder einrücken und ihren Abend fortsetzen. Die Feuerwehr Bad Kleinkirchheim nutzte die Gelegenheit, um den aufmerksamen Meldern zu danken – denn wie sagt man so schön? „Lieber einmal zu viel als einmal zu wenig“ den Notruf 122 wählen!
Ein Rückblick auf die Feuerwehrstatistik
Solche Einsätze sind zwar nicht die Regel, doch sie zeigen, wie wichtig die Bereitschaft der Feuerwehrleute ist. In Deutschland, und damit auch in Österreich, engagieren sich über 1,4 Millionen Menschen in den Feuerwehren, größtenteils ehrenamtlich. Die Freiwilligen Feuerwehren machen hierbei den Großteil aus, mit über 1 Million aktiven Mitgliedern. Diese Zahlen sind in den letzten Jahren erfreulicherweise gestiegen. Besonders die Mitgliedszahlen in der Jugendfeuerwehr nehmen zu, was Hoffnung für die Zukunft gibt.
Im Jahr 2023 gab es über 3,7 Millionen Einsätze – das sind mehr als 10.000 pro Tag! Nicht überraschend, dass auch die Anzahl der Fehlalarme ansteigt. Der Großteil der Einsätze betrifft jedoch technische Hilfeleistungen und Rettungsdienstunterstützungen. Eine interessante Statistik zeigt, dass in Deutschland etwa 286.622 Brände jährlich gemeldet werden, was 7,7 % der Einsätze ausmacht. Interessanterweise gibt es auch zahlreiche Einsätze, bei denen die Feuerwehr nicht eingreifen muss, wie im Fall des Brauchtumsfeuers in Vorwald.
Die Rolle der Feuerwehr im Gemeinwesen
Die Feuerwehr ist mehr als nur eine Einsatztruppe – sie ist ein unverzichtbarer Teil der Gemeinschaft. Viele Menschen, die in der Feuerwehr aktiv sind, tun dies nicht nur aus Pflichtbewusstsein, sondern auch aus Leidenschaft. Der Kontakt zur Bevölkerung, das Zusammenarbeiten im Team und die Möglichkeit, anderen in Not zu helfen, sind wesentliche Aspekte des Feuerwehrdienstes. Die Mitglieder sind oft in den unterschiedlichsten Lebensbereichen tätig, was die Vielfalt und Stärke der Feuerwehren unterstreicht.
In dieser Hinsicht ist es wichtig, dass auch die jüngere Generation in diesen Dienst eintritt. Die steigenden Mitgliederzahlen in der Jugend- und Kinderfeuerwehr zeigen, dass das Interesse an diesem Ehrenamt wächst. Ist es nicht schön zu wissen, dass auch in Zukunft viele Menschen bereit sind, im Ernstfall zu helfen?
Insgesamt bleibt zu sagen, dass die Alarmierung im Bezirk Feldkirchen ein Beispiel für die prompte Reaktion der Feuerwehr ist. Auch wenn es sich um einen Fehlalarm handelte, ist die Sicherheit der Bürger immer an erster Stelle. Und so bleibt nur zu hoffen, dass solche Einsätze weiterhin glimpflich verlaufen – auch wenn die Sirenen manchmal einen Schreck einjagen!
