In Feldkirchen gibt es Menschen, die sich mit viel Herz und Hingabe um die kümmern, die es am nötigsten haben: die Sterbenden und ihre Angehörigen. Michaela Truppe-Pirker ist eine von ihnen. Seit Mai hat sie die Teamleitung des Hospizteams der Diakonie de La Tour übernommen. Ihre Reise in die Hospizbewegung war ursprünglich nicht geplant. Eine Freundin, die das Team 2016 ins Leben rief, hat sie ermutigt, sich zu engagieren. Diese Entscheidung hat ihr Leben verändert – und das Leben vieler anderer.

Die Hospizbewegung bietet Unterstützung in schweren Lebensphasen, besonders für Schwerstkranke und Sterbende. Ehrenamtliche begleiten diese Menschen und schaffen Momente, die voller Würde und Menschlichkeit sind. Doch ihr neuer Posten als Teamleiterin bringt auch einen höheren bürokratischen Aufwand mit sich. Das bedeutet, dass Michaela weniger Zeit für direkte Begleitungen hat. Das ist schade, denn sie hat eine Ausbildung zur Pflegeassistenz gemacht und ist Fachsozialbetreuerin in der Behindertenarbeit. Sechs Jahre lang hat sie mit Menschen mit Körperbehinderung gearbeitet, immer mit dem Ziel, ein selbstbestimmtes Leben zu fördern.

Das Team in Feldkirchen

Das Hospizteam in Feldkirchen besteht aus sieben engagierten Personen und hat zudem drei Praktikantinnen, die in die Aufgaben eingeführt werden. Die Zahl der begleiteten Personen und die Stunden, die sie investieren, hängen stark vom Privatleben und den Lebensumständen der Teammitglieder ab. Einmal im Monat treffen sie sich, um Erfahrungen auszutauschen und die emotionalen Herausforderungen ihrer Arbeit zu verarbeiten. Michaela beschreibt den Einsatz im Hospizteam als fordernd, aber auch bereichernd. Es ist eine Art von Arbeit, die einen sowohl emotional bewegt als auch wachsen lässt.

Das Ehrenamt im Hospiz verlangt von den Freiwilligen eine große Bereitschaft, sich auf die Themen Leben und Sterben einzulassen. Die Diakonie bietet dazu einen Vorbereitungskurs an, der Wissen und Haltung vermittelt. Die Teilnehmer lernen, wie wichtig es ist, einfach da zu sein, zuzuhören und mitzugehen. Es geht darum, Zeit zu schenken, Stille auszuhalten und Gespräche zu führen. Dabei sind keine Pflegeaufgaben erforderlich, was für viele eine Erleichterung darstellt. Ein Beispiel für einen solchen Kurs ist das Celler Modell, das sich durch praxisnahe Inhalte auszeichnet und weit verbreitet ist.

Die Hospizidee und ihre Bedeutung

Die Hospizidee ist tief verwurzelt in der Überzeugung, dass Menschen in der letzten Lebensphase Zuwendung und Unterstützung verdienen – egal, wie alt sie sind. Dies gilt nicht nur für die Betroffenen selbst, sondern auch für ihre Familienangehörigen und Nahestehenden. Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) setzt sich dafür ein, dass das Sterben als Teil des Lebens betrachtet wird. Auf ihrer Website finden sich Informationen zu Fachthemen, Angeboten für Betroffene und Neuigkeiten aus der Hospizarbeit. Sie streben danach, gute politische und gesellschaftliche Bedingungen für eine umfassende palliativmedizinische Betreuung zu schaffen, damit jeder Mensch am Lebensende die größtmögliche Autonomie genießen kann.

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Michaela findet ihren Ausgleich in der Natur, beim Radfahren, Bogenschießen, Lesen und Reisen. Diese kleinen Fluchten helfen ihr, die emotionale Last ihrer Arbeit besser zu bewältigen. Es ist eine Balance, die nicht immer einfach ist, aber vielleicht genau das ist, was die Hospizbewegung so besonders macht: die Verbindung zwischen Schmerz und Hoffnung, zwischen Verlust und Liebe. In diesem Sinne ist Michaela Truppe-Pirker nicht nur eine Teamleiterin, sondern eine wichtige Stimme für das, was es bedeutet, in schweren Zeiten menschlich zu sein.

Für weitere Informationen über die ehrenamtliche Begleitung von Sterbenden und die Hospizbewegung, kann die vollständige Quelle hier abgerufen werden.

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