Am Sonntag, dem 10. Mai 2026, erlebte die Stadtpfarrkirche Feldkirchen einen besonderen Gottesdienst, der anlässlich des Muttertags gefeiert wurde. Eine Abordnung der Komturei Klagenfurt des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem war anwesend, um gemeinsam mit der Pfarrgemeinde diesen festlichen Anlass zu begehen. Hauptzelebrant war niemand Geringerer als Abt Dr. Raimund Schreier, Ehrengroßprior der Statthalterei Österreich, der am Vortag das Sakrament der Firmung in Feldkirchen gespendet hatte.

Die musikalische Gestaltung übernahm DI Dr.in Maria Morak an der Orgel, die mit ihrer Darbietung die feierliche Atmosphäre untermalte. PGR-Obmann Mag. Albert Gaskin hieß Abt Schreier im Namen der Pfarrgemeinde herzlich willkommen. In seiner Predigt sprach der Abt über die immense Bedeutung der Mütter für Familie, Kirche und Gesellschaft. Er würdigte ihren stillen, selbstlosen Einsatz und stellte eine Verbindung zur christlichen Botschaft her, was bei den Mitgliedern des Ritterordens großen Anklang fand. Die Komturei Klagenfurt war sichtlich dankbar für die Möglichkeit, in solch einer würdigen und herzlichen Atmosphäre Eucharistie zu feiern.

Die Wurzeln von Abt Raimund Schreier

Abt Raimund Schreier, ein Mann mit einer beeindruckenden Lebensgeschichte, wuchs in Völs auf und trat bereits am 13. September 1971 der Chorherrengemeinschaft der Prämonstratenser bei. Nach seiner philosophischen und theologischen Ausbildung empfing er am 19. Mai 1977 die Priesterweihe. Er hat in verschiedenen Schulen als Kantor und Religionslehrer gewirkt, unter anderem an der Volksschule Amras und der Akademischen Gymnasium Innsbruck. Sein Engagement für die Bildung und Seelsorge ist bemerkenswert; er war auch als Spiritual im Studentenkonvikt Norbertinum des Stiftes Wilten tätig.

Die Ernennung zum 55. Abt der Prämonstratenserstifts Wilten im Jahr 1992 war ein bedeutender Schritt in seiner Karriere. Sein Wahlspruch „Ut credat mundus – Damit die Welt glaube“ spiegelt sein tiefes Engagement für den Glauben wider. Im Jahr 2014 wurde er erneut im Amt bestätigt und war zudem Haus-, Hof- und Erbkaplan des Landes Tirol. Nach Erreichen der Altersgrenze von 70 Jahren stellte er im Dezember 2022 sein Amt zur Verfügung, was viele bedauerten.

Der Ritterorden und seine Mission

Der Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem hat eine lange Tradition und sieht seinen Auftrag in der Unterstützung der Christen im Heiligen Land sowie in der Förderung christlicher Werte. Abt Schreier, der 1996 zum Großoffizier des Ordens ernannt wurde, engagierte sich über die Jahre hinweg für zahlreiche soziale Projekte im Heiligen Land und war von 1996 bis 2017 Prior der Komturei Innsbruck. Seine Ernennung zum Großprior der österreichischen Statthalterei des Ritterordens im Jahr 2017 unterstreicht sein Engagement und seine Führungsstärke.

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Die Mitglieder der Komturei Klagenfurt schätzten die Möglichkeit, gemeinsam zu beten und Gottesdienste zu feiern. Solche Begegnungen stärken die Gemeinschaft im Glauben und machen den Auftrag des Ritterordens sichtbar. Die Komturei Klagenfurt dankte der Stadtpfarre Feldkirchen und allen Mitwirkenden für die Unterstützung des Gottesdienstes.

Im Kontext des Ritterordens ist das Leitbild eng mit den Statuten und Allgemeinen Bestimmungen verbunden. Der Orden, der sich durch das fünffache Jerusalemkreuz symbolisiert, ist eine weltweite Laiengemeinschaft katholischer Christen, die sich einem besonderen Dienst in der Kirche und der Welt verschrieben hat. Die Ritter und Damen sind in der Mitte der Kirche angesiedelt und verpflichten sich zur Treue gegenüber dem Papst und den Bischöfen.

Insgesamt zeigt der Gottesdienst in Feldkirchen, wie wichtig die Verbindung von Gemeinschaft, Glauben und Tradition ist – besonders an einem Tag, der den Müttern gewidmet ist. Der stille, selbstlose Einsatz der Mütter wird nicht nur in der Familie, sondern auch in der Kirche und der Gesellschaft gewürdigt, was Abt Schreier mit seiner bewegenden Predigt eindrucksvoll unterstrich.