Am 4. Mai 2026, gegen 14.20 Uhr, ereignete sich im Bezirk Feldkirchen ein schwerer Unfall in einem Sägewerk. Ein 49-jähriger Arbeiter wurde dabei schwer verletzt, als er beim Umladen von Holzpfosten in Schwierigkeiten geriet. Die Pfosten, die eine Länge von vier Metern, eine Stärke von acht Zentimetern und eine Breite von 35 Zentimetern hatten, wurden von einer Förderschiene mittels eines Hebekrans bewegt.
Die Tragik des Vorfalls begann, als die Beförderungsrolle aus der Schiene sprang und sich verdrehte. Dadurch lag der Pfosten nur minimal auf der Rolle, und als der Mann versuchte, ihn zu drehen, rutschte der Pfosten ab. In einem unglücklichen Moment wurde seine rechte Hand zwischen dem Pfosten und einer am Boden befestigten Eisenschiene eingeklemmt. Der Arbeiter trug während des Unfalls Arbeitshandschuhe, doch das half ihm nicht, sich vor der Verletzung zu schützen. Nach der Erstversorgung wurde er umgehend ins Unfallkrankenhaus Klagenfurt gebracht.
Die Gefahren im Sägewerk
Unfälle in der Sägewerksindustrie sind leider nichts Ungewöhnliches. Die Maschinen und Anlagen, die zur Erzeugung von Schnittholz eingesetzt werden, bergen erhebliche Gefahren. Hierbei kommen verschiedene Geräte zum Einsatz, die sowohl bei der Herstellung geometrisch bestimmter Werkstücke aus Rundholz als auch bei der Bearbeitung von Seitenwaren eine Rolle spielen. Die Palette reicht von Bandsägen bis hin zu Entrindungsanlagen, und gerade diese Vielfalt macht den Bereich so komplex und herausfordernd.
Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) hat in ihren Informationen immer wieder betont, dass Unfälle an Maschinen häufig zu schweren Verletzungen führen können. Umso wichtiger ist es, dass Unternehmen besondere sicherheitstechnische Konzepte entwickeln, die nicht nur Störungen beseitigen, sondern auch die Instandhaltung der Anlagen berücksichtigen. Schließlich gilt es, die Sicherheit der Mitarbeiter zu gewährleisten, und das beginnt bereits bei der Planung neuer Maschinen und Anlagen.
Arbeitsschutz und Unternehmenskultur
In der Sägewerksbranche, wie auch in vielen anderen Industrien, spielt der Arbeitsschutz eine zentrale Rolle. Experten betonen, dass die Führungsverantwortung und ein starkes Bewusstsein für Sicherheit Teil der Unternehmenskultur sein müssen. Die „Goldenen Regeln der Arbeitssicherheit“ sind dabei nicht nur leere Worte; sie sind essenziell. Beispielsweise dürfen Sicherheitseinrichtungen nicht ohne Genehmigung außer Betrieb genommen oder verändert werden. Auch dürfen Mitarbeitende nicht zu unsicheren Arbeiten gezwungen werden.
Führungskräfte sind in dieser Hinsicht gefordert. Wöchentliche Sicherheitsgespräche und monatliche Sicherheitsbegehungen sind wichtige Instrumente, um die Sicherheit am Arbeitsplatz zu erhöhen. Vor allem bei nicht routinemäßigen Arbeiten ist eine Last-Minute-Risk-Analysis von großer Bedeutung. Wenn dann Fragen zur Sicherheit mit „Nein“ beantwortet werden, sollte die Arbeit sofort gestoppt werden, und die Vorgesetzten müssen informiert werden.
Die Ereignisse im Feldkirchner Sägewerk sind ein eindringlicher Hinweis auf die Gefahren, die im Arbeitsalltag lauern. Die Verantwortung liegt nicht nur bei den Mitarbeitenden, sondern auch bei den Führungskräften, die für die Schaffung eines sicheren Arbeitsumfeldes sorgen müssen. Es bleibt zu hoffen, dass dieser Vorfall nicht nur zu einer schnelleren Genesung des verletzten Arbeiters führt, sondern auch zu einem Umdenken in der Branche, um die Sicherheit für alle zu verbessern.