Am vergangenen Samstag, dem 27. Juni 2026, fand im malerischen Schlosshof des GailtalMuseums das bereits vierte Gailtaler Literaturfrühstück statt. Der Grund für diese festliche Zusammenkunft war der 100. Geburtstag der bedeutenden Schriftstellerin Ingeborg Bachmann. Unter der imposanten Bachmann-Kuppel, die von Armin Guerino gestaltet wurde, versammelten sich Literaturfreunde und -interessierte, um einen besonderen Tag zu feiern. Irmgard Janschitz und ihr engagiertes Team hatten die Veranstaltung liebevoll organisiert, und der Kustos Mag. Siegfried Kogler sorgte für die kulturellen Rahmenbedingungen.

Bereits beim Eintreffen spürte man die Vorfreude in der Luft. Die Sonne brannte heiß herab, aber die schattenspendenden Apfelbäume und die Kuppel schufen eine angenehme und entspannte Atmosphäre. Bei Kaffee und Kuchen – und nicht zu vergessen, den köstlichen Obst-Spießchen – konnten die Gäste die ersten Texte und Gedanken zu Bachmanns berühmtem Gedicht „Ich“ hören, präsentiert von zehn talentierten Autorinnen und Autoren. Die Moderation übernahm Christa Raich, die mit ihrer charmanten Art das Publikum durch die Veranstaltung führte.

Literarische Entdeckungen und musikalische Klänge

Die Liste der Teilnehmer war beeindruckend: Unter anderem traten Lena Hohenwarter, Sieglinde Jank, Christine Weeber und Alfred Woschitz, Präsident des Kärntner Schriftsteller:innen-Verbandes, auf. Jeder der Vortragenden brachte seine eigene Perspektive in die Diskussion ein, was den Austausch besonders inspirierend machte. Es war ein Raum für junge Talente, die ihre Gedanken und Texte teilen durften – ein echter Ort des Dialogs und der Inspiration.

Das Zupforchester der MS Hermagor, unter der Leitung von Margot Lackner, sorgte für die musikalische Untermalung und verlieh dem Event eine zusätzliche Note. Die Klänge schwebten durch den Schlosshof und harmonierten perfekt mit der literarischen Atmosphäre. Es war ein Genuss, den Tönen zu lauschen, während man genüsslich einen Bissen Kuchen nahm.

Bachmanns Erbe im Fokus

Ingeborg Bachmann, die in ihrer Jugend entscheidende Tage im Gailtal verbrachte, hinterließ mit ihrem Werk einen tiefen Eindruck. Ihr Gedicht „Ich“ thematisiert ein kompromissloses Selbstverständnis und einen tiefen Freiheitsanspruch – Themen, die auch heute noch von großer Relevanz sind. Die Veranstaltung bot nicht nur einen Rückblick auf ihr Leben, sondern auch einen Anstoß, aktuelle Gedanken und kreative Texte zu entwickeln. Die Inspiration, die von dem Gedicht ausging, war in der Luft spürbar.

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Besonders erfreulich war die Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste, darunter Bürgermeister DI Leopold Astner und Stadtrat Ing. Wolfgang Wallner. Diese zeigten sich beeindruckt von der Vielfalt und der Tiefe der literarischen Beiträge. Es war offensichtlich, dass die Veranstaltung nicht nur eine Hommage an Bachmann war, sondern auch eine Plattform für den Austausch unter Gleichgesinnten.

Die Atmosphäre beim Gailtaler Literaturfrühstück war durchweg entspannt, und das Lachen und die angeregten Gespräche unter den Teilnehmern zeugten von der Freude am gemeinsamen Austausch über Literatur und Dichtkunst. Das Event, das von der Organisation bis zur Durchführung hervorragend gestaltet war, wird sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben.

Für alle, die sich für Literatur und die Werke von Ingeborg Bachmann interessieren, war dieses Frühstück nicht nur eine Veranstaltung, sondern ein Erlebnis. Wer mehr über die Veranstaltung erfahren möchte, kann dies auf Gailtal-Journal nachlesen. Es lohnt sich!

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