Die Sonne brennt und der Schweiß tropft – das ist das aktuelle Wetter in Kärnten. Nach Pfingsten bleibt es heiß, das lässt sich nicht leugnen. Am Dienstag wurde mit 34,3 Grad in Hermagor ein neuer Temperaturrekord aufgestellt. Auch in anderen Teilen des Bundeslandes war es nicht weniger heiß: In Lienz wurden 33,3 Grad gemessen und Ferlach kam auf 33 Grad. Die Hitze macht sich also breit, und das nicht nur für einen Tag. Kärnten ist momentan der Hitzepol Österreichs.

Die Prognosen zeigen, dass die anhaltend hohen Temperaturen auch in der kommenden Woche weitergehen werden. Besonders am Freitag wird ein Höhepunkt der Hitze erwartet. Danach könnte es eine kurze wechselhafte Phase geben, aber das lässt sich ja bekanntlich nie ganz genau vorhersagen. Währenddessen wird die Anzahl der Hitzetage, also Tage mit Temperaturen über 30 Grad, immer mehr zur Gewohnheit. In Feistritz ob Bleiburg wurde sogar ein neuer Hitzerekord für den Juni mit unglaublichen 38,2 Grad aufgestellt. Das klingt fast schon nach einem Sommer, wie wir ihn uns nicht mehr anders vorstellen können!

Der Klimawandel macht’s möglich

Es ist kein Geheimnis, dass der Klimawandel unsere Sommer heißer macht. Die Zahl der Hitzetage hat sich in den letzten Jahrzehnten in Österreich verdoppelt bis verdreifacht. Während 30 Grad früher als Rekord galten, sind sie heute eher der Durchschnitt. Laut der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) könnten wir ohne globalen Klimaschutz bis 2100 eine weitere Verdopplung der Hitzetage erleben. Das klingt nicht nur besorgniserregend, sondern ist es auch. Die Entwicklung ist alarmierend, denn die Hitze wird oft unterschätzt. Mehr Menschen sterben durch Hitzewellen als durch andere Wetterextreme. In vier der letzten zehn Jahre waren es in Österreich sogar mehr Tote durch Hitze als im Straßenverkehr.

Die Auswirkungen sind vor allem in den Städten spürbar. So wurden im Jahr 2022 in Wien 53 Tropennächte im 1. Bezirk gezählt, und das ist kein Zufall. Die Trockenheit und die Hitze haben auch den Sommer 2023 geprägt, wo in St. Andrä im Lavanttal bereits 22 Hitzetage registriert wurden – normalerweise sind es nur fünf. Klagenfurt könnte nächste Woche den Rekord von elf Hitzetagen ohne Unterbrechung brechen. Das sind alarmierende Zahlen, die uns zum Nachdenken anregen sollten.

Wie man mit der Hitze umgeht

Aber wie geht man am besten mit dieser Hitze um? Das Österreichische Rote Kreuz gibt einige nützliche Tipps: Im Innenbereich bleiben, Wetterprognosen beachten, und vor allem ausreichend Wasser trinken. Das ist nicht nur im Sommer wichtig, sondern auch ein einfacher Weg, um gesundheitliche Probleme zu vermeiden. Es ist leicht, sich in der Hitze zu verlieren, aber ein bisschen Aufklärung und Vorbereitung kann Wunder wirken.

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Die größte Herausforderung bleibt jedoch der Klimawandel selbst. Viele sind sich dessen bewusst, aber die Maßnahmen, die nötig wären, um die Lage zu verbessern, sind oft noch nicht auf dem Tisch. Regional Anpassungsmaßnahmen, wie Begrünung und Beschattung, könnten helfen, die Auswirkungen der Hitze zu dämpfen. Wenn wir nicht handeln, könnte die Zahl der Hitzetage bis 2100 auf 60 bis 80 pro Jahr ansteigen. Und das wäre sicherlich kein erholsamer Sommer mehr.

Die kommenden Wochen werden zeigen, wie sich das Wetter weiter entwickelt. Doch eines ist sicher: Die Hitze ist nicht einfach nur ein Sommerphänomen, sondern ein ernstzunehmendes Thema, das uns alle betrifft – ob wir wollen oder nicht.