Am Abend des 23. Mai, als die Dämmerung über die Alpen hereinbrach, machte sich ein besorgtes Gefühl breit. Ein 58-jähriger Wanderer war nach einer Tour auf den Poludnig nicht wie vereinbart zu seiner Frau zurückgekehrt. Die vereinbarte Rückkehrzeit war längst vorbei, und die ständige Ungewissheit ließ sie schließlich zur Polizei eilen. Sie konnte ihn nicht telefonisch erreichen, und auch die ersten Umfelderhebungen zeigten keinen Hinweis auf seinen Verbleib. Um 19.30 Uhr wurde eine umfassende Suchaktion eingeleitet.

In der Dunkelheit des Berges war die Mobilisierung von Kräften unerlässlich. Zwei Hubschrauber, drei Mitglieder der Alpine Einsatzgruppe Hermagor, 12 Mitglieder der Bergrettung Hermagor und vier Hundeführer machten sich auf den Weg in die ungewisse Nacht. Die Suche führte schließlich bis nach Italien, wo der Mann um 2.52 Uhr regungslos in einem Bachbett aufgefunden wurde. Die Notlage war dramatisch: Der Wanderer war stark unterkühlt, als er gegen 4.30 Uhr entdeckt wurde. Von den Rettungskräften erfuhr er sofort lebensrettende Maßnahmen, um ihn vor dem weiteren Auskühlen zu bewahren. Später wurde er mit einem Notarzthubschrauber in das Krankenhaus nach Tarvis geflogen und dort erstversorgt. Laut seinen Angaben war er vom Weg abgekommen und durch eine steile Rinne abgestürzt. Glücklicherweise konnte er gerettet werden, aber das Ereignis wirft auch wichtige Fragen zur Sicherheit beim Wandern auf. Mehr Details zu diesem Vorfall finden Sie in einem Bericht auf meinbezirk.at.

Die Gefahren beim Wandern

Nicht nur in Österreich sind Wanderer gefährdet. Ein weiterer Vorfall ereignete sich in den Schrammsteinen, wo ein 51-jähriger Mann aus Leipzig auf einem vereisten Gratweg stürzte und sich am Knie verletzte. Die Bergwacht Bad Schandau war schnell zur Stelle, und vier Bergretter stiegen zu ihm auf. Offensichtlich war er nicht ausreichend für die winterlichen Bedingungen ausgestattet, was zu seinem Sturz führte. Nach der Versorgung seiner Verletzung erhielt er Leichtsteigeisen, die ihm beim Abstieg halfen. Glücklicherweise konnte er selbstständig weiterreisen, nachdem er nach Bad Schandau gebracht wurde. Kai Kranich, Pressesprecher des DRK Sachsen, hebt die Bedeutung der richtigen Vorbereitung für winterliche Wanderungen hervor. Er rät dazu, Leichtsteigeisen, Verpflegung und warme Kleidung mitzunehmen und das Handy aufzuladen – denn im Winter wird es früh dunkel.

Die Experten sind sich einig: Sorgfältige Planung ist ein Schlüsselfaktor für eine sichere Bergtour. Dazu gehört nicht nur, sich über die Schwierigkeit und Länge der Tour zu informieren, sondern auch die aktuelle Wetterlage zu beachten. Ein plötzlicher Wetterwechsel kann das Unfallrisiko erheblich erhöhen. Um das Risiko eines Missgeschicks zu minimieren, sollte man auf markierten Wegen bleiben und regelmäßig Pausen einlegen. Auch Snacks für den Notfall sind eine gute Idee – man weiß ja nie, ob der Weg länger wird als geplant.

Vorbereitung ist alles

Ein weiteres wichtiges Element ist die komplette Ausrüstung. Regen-, Kälte- und Sonnenschutz sind ebenso unerlässlich wie ein Erste-Hilfe-Paket und ein Mobiltelefon. Letzteres ist besonders wichtig, um im Notfall schnell Hilfe rufen zu können. Achten Sie darauf, auch eine Karte und GPS zur Orientierung mitzunehmen. Ein weiterer Tipp: Grödel sollten im Rucksack nicht fehlen, vor allem, wenn die Bedingungen winterlich sind. In den Bergen, besonders im Frühling, kann die Schneelage tückisch sein, auch wenn im Tal bereits alles blüht.

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Es ist bemerkenswert, dass trotz der steigenden Anzahl von Wanderern die Zahl der Unfälle in den Bergen konstant bleibt. Oft sind es nicht nur unvorhergesehene Wetterwechsel oder Zeitdruck, die zu Unfällen führen, sondern auch eine ungenügende Planung oder fehlende Erfahrung. Daher ist es wichtig, sich realistisch einzuschätzen und nicht gleich zu Beginn zu viel zu wollen. Anfänger sollten schrittweise an schwierigere Touren herangeführt werden.

Die Erlebnisse der letzten Tage zeigen einmal mehr, wie wichtig die richtige Vorbereitung und die Berücksichtigung der Bedingungen sind, um sicher in den Bergen unterwegs zu sein. Der sportliche Spaß und die atemberaubende Natur dürfen nicht in Gefahr geraten. Mit der richtigen Einstellung und Vorbereitung steht einem wunderbaren Tag in den Bergen nichts im Weg.