Heute ist der 6.05.2026 und in Villach tut sich was! Die ersten ÖBB Postbusse sind jetzt im Raum Villach unterwegs, und das ist nicht nur irgendeine Nachricht. Es handelt sich um das größte Wasserstoff-Vorhaben im öffentlichen Nahverkehr in Österreich. Ab Juni werden insgesamt 35 Wasserstoffbusse im Großraum Villach ihren Dienst antreten, und die Vorfreude ist spürbar! Diese Busse werden von ÖBB Postbus betrieben, und die Anschaffung sowie die Errichtung der Tankstelle stehen im Rahmen des Projekts DeCarB (Decarbonising Carinthian Bus Transport). Eine Initiative des Landes Kärnten, die sich sehen lassen kann!
Der Landesrat Sebastian Schuschnig hat die Bedeutung dieses Projekts für Kärnten betont und immerhin wurden 28 Millionen Euro Fördermittel für Kärnten gesichert. Wasserstoffbusse zeigen emissionsfreie Mobilität im Regionalverkehr. Das heißt, dass die Busse nicht nur umweltfreundlich sind, sondern auch auf Regional- und Überlandlinien im Unteren Drautal, Faaker See, Ossiacher See, Gegendtal, Rosental und im Raum Wernberg eingesetzt werden. Man könnte sagen, das ist ein echter Fortschritt für die Region!
Technische Details und Vorteile
Die Wasserstoffbusse arbeiten technisch ähnlich wie Elektrobusse, haben jedoch den Vorteil einer Reichweite von bis zu 400 Kilometern pro Tankfüllung. Das ist für lange Umläufe mehr als ausreichend! Und das Beste daran? Sie stoßen nur Wasser aus. Die erste Wasserstoff-Betriebstankstelle ist bereits am Postbus-Standort Villach in Betrieb genommen worden. Hier wird der Wasserstoff regional und CO2-frei in der Elektrolyseanlage der Kelag produziert.
Der Wasserstoff wird dann per Trailer aus Arnoldstein zur Tankstelle transportiert – das sind ungefähr 25 Kilometer. Dort wird er gespeichert und verdichtet, bevor die Busse betankt werden. Einfach, effizient und nachhaltig – so kann man das Projekt zusammenfassen.
Ein Blick in die Zukunft
Interessanterweise ist dies nur der Anfang. Ab Mai 2026 soll die Wasserstoff-Busflotte im Regionalverkehr offiziell starten. Das Projekt DeCarB wird nicht nur 35 wasserstoffbetriebene Busse im Umland von Villach umfassen, sondern es werden jährlich rund 2 Millionen Angebotskilometer im Regionalverkehr zurückgelegt. Und die Investitionen? Die sprechen für sich: Über 40 Millionen Euro fließen von der EU, dem Bund und verschiedenen Projektpartnern nach Kärnten.
Die Elektrolyseanlage, die täglich etwa 700 kg Wasserstoff produziert, hat eine Leistung von 2 Megawatt. Dabei wird 60% des erzeugten Wasserstoffs für die Betankung der Busflotte genutzt. Das bedeutet, dass jährlich rund 700.000 Liter Diesel eingespart werden – eine echte Ersparnis für die Umwelt! Und nicht zu vergessen: Bereits seit 2021 sind fünf wasserstoffbetriebene Busse in Kärnten im Einsatz, was zeigt, dass die Region auf dem richtigen Weg ist.
Die Abwärme der Elektrolyseanlage soll übrigens in das Fernwärmenetz eingespeist werden. Das ist ein weiteres Zeichen für die durchdachte Planung und den nachhaltigen Ansatz des Projekts. Kärnten hat seit 2020 eine Wasserstoffstrategie zur Dekarbonisierung von Industrie und öffentlichem Verkehr verfolgt und wurde von der EU in den Kreis der ersten österreichischen Hydrogen Valleys aufgenommen. Ziel ist es, Kärnten zu einer innovativen Modellregion für Wasserstoffmobilität zu entwickeln. Die Jahresproduktion von ca. 150 Tonnen grünem Wasserstoff aus regionalen erneuerbaren Energiequellen ist bereits geplant.
Insgesamt ist das Wasserstoffprojekt in Kärnten ein spannender Schritt in die Zukunft des öffentlichen Verkehrs und eine großartige Möglichkeit, die Mobilität in der Region nachhaltig zu gestalten. Man darf gespannt sein, was die kommenden Jahre bringen!