Politische Streitigkeiten verhindern Erntedankfest in Leibnitz
Heute ist der 24.09.2026 und die Stadt Leibnitz sieht sich mit einer unerfreulichen Nachricht konfrontiert. Bei der Gemeinderatssitzung am Dienstag wurden sowohl der zweite Nachtragsvoranschlag als auch eine geplante Umschichtung im Budget abgelehnt. Diese Entscheidung hat zur Folge, dass ein mehrtägiges Erntedankfest, das nach längerer Pause wieder hätte stattfinden sollen, abgesagt werden muss. Ein echter Dämpfer für alle, die sich auf die Feierlichkeiten gefreut hatten!
Bürgermeister Kos bedauert die Absage in aller Form und kritisiert den politischen Streit, der offenbar die Entscheidung beeinflusste. Ziel war es, mit dem Fest nicht nur die Gemeinschaft zu stärken, sondern auch den lokalen Gastronomiebetrieben und dem Tourismus unter die Arme zu greifen. Vizebürgermeister Pießnegger ist ebenfalls enttäuscht. Er sieht die Absage als Chance, die verloren gegangen ist – schließlich hätte das Fest geschätzte 5.000 Besucher nach Leibnitz gelockt und eine Wertschöpfung von über 250.000 Euro mit sich gebracht!
Politische Auseinandersetzungen
Doch wie kam es überhaupt zu dieser misslichen Lage? Das Bürgerforum Leibnitz (BFL), das zusammen mit FPÖ und ÖVP die Stadt regiert, stimmte gegen die wichtigen Beschlüsse. Die SPÖ, als stärkste Fraktion im Gemeinderat, verweigerte ebenfalls die Zustimmung. Komisch, denn zuvor hatte man das Fest ja noch unterstützt. Bürgermeister Kos hätte die Finanzierung kurzfristig durch Sponsoren sichern können, doch ohne den notwendigen Gemeinderatsbeschluss hätte er sich dem Vorwurf des Amtsmissbrauchs ausgesetzt gesehen. Ein Teufelskreis, der alle Beteiligten frustriert zurücklässt.
Die Stadt hat bereits im mittleren vierstelligen Bereich Kosten durch Werbeausgaben und Stornogebühren angehäuft. Ganz zu schweigen davon, dass die tatsächlichen Kosten für die Stadt bei rund 19.000 Euro gelegen hätten. Eine eintägige Alternative, die vom BFL vorgeschlagen wurde, hätte Kos zufolge etwa 30.000 Euro gekostet. Ein teurer Spaß, der letztlich nicht zustande kam.
Ein Blick in die Zukunft
So traurig die Absage des Erntedankfestes auch ist, Bürgermeister Kos hat bereits angekündigt, dass er plant, das Fest im kommenden Jahr wieder stattfinden zu lassen. Es bleibt zu hoffen, dass die politischen Wogen bis dahin geglättet sind, sodass die Bürger wieder gemeinsam feiern können. Denn eines ist sicher: Solche Feste sind nicht nur eine schöne Tradition, sie tragen auch zur Identität einer Stadt bei und bringen die Menschen zusammen.
Wenn wir einen Blick über den Tellerrand der Kommunalpolitik werfen, wird deutlich, dass solche Konflikte nicht die Ausnahme, sondern die Regel sind. Kommunalpolitik befasst sich mit den entscheidenden Themen, die das Leben in Städten und Gemeinden prägen – von Bauvorhaben über Schulen bis hin zu sozialen Einrichtungen. Hier sind die Akteure wie der Gemeinderat, der Bürgermeister und die verschiedenen Fraktionen gefragt. Bürgerbeteiligung ist essenziell, sei es durch Einwohnerfragestunden oder Bürgerbegehren, um die Stimme der Bevölkerung zu hören und in die Entscheidungsprozesse einzubinden.
Hoffen wir, dass die Stadt Leibnitz in Zukunft nicht nur von solchen Konflikten geprägt wird, sondern auch von einem regen Austausch und gemeinsamen Festen, die die Gemeinschaft stärken.
