Innovationen für eine klimafreundliche Zukunft: Die Doctoral School CHESS in Leoben
In Leoben tut sich was! An der Montanuniversität hat die neue Doctoral School „CHESS – CCUS & Hydrogen Systems Engineering School“ das Licht der Welt erblickt. Ein Name, der auf den ersten Blick etwas kompliziert wirkt, aber hinter dem steckt eine ganze Menge an Innovation und Forschung. Hier dreht sich alles um die klimafreundliche Produktion in Industriezweigen, die oft für hohe Treibhausgasemissionen bekannt sind – und das sind nicht gerade wenige. Stahl, Zement, Kalk und die Abfallverwertung sind nur einige der Bereiche, die es zu beleuchten gilt.
Professor Thomas Kienberger hat dazu klare Ansagen gemacht. Er betont, dass wir die Technologieentwicklung, die Energie- und Infrastruktursysteme sowie die geologische Nutzung als Einheit betrachten müssen. Das klingt ein bisschen nach einem großen Puzzle, aber genau so ist es! Dabei sind die Themen, die hier untersucht werden, nicht von Pappe: Wasserstoff, neue Produktionsverfahren und CO₂-Umgang stehen im Fokus. Besonders spannend ist die Nutzung von abgeschiedenem CO₂ und dessen geologische Speicherung. Das könnte eine echte Lösung für die Emissionsreduktion sein, die wir dringend brauchen.
Forschung für die Zukunft
Insgesamt sind fünf Dissertationen geplant. Diese sollen sich mit Wasserstoff- und CO₂-Infrastruktur, den Möglichkeiten der geologischen Speicherung, klimafreundlicher Stahlproduktion und der chemischen Nutzung von CO₂ beschäftigen. Ein wahres Forscherteam aus fünf Lehrstühlen der Montanuniversität wird hier Hand in Hand arbeiten. Was herauskommen soll? Verknüpfte Ergebnisse, die technische Lösungen für die Industrie entwickeln, um emissionsintensive Sektoren auf den Weg zur Klimafreundlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit zu bringen. Ein wahrer Kraftakt, der die Ausbildung junger Wissenschaftler stärken soll!
Doch das ist nicht alles. Um den langfristigen Erfolg der Energiewende und den Klimaschutz zu sichern, sind Alternativen zu fossilen Energieträgern unerlässlich. Genau hier kommen Wasserstoff und CO₂-Abscheidetechnologien ins Spiel. Der Aufbau von Technologien zur Erzeugung und Abscheidung ist notwendig, und das zeitnah! Die Infrastruktur für den Transport und die Speicherung von Wasserstoff und CO₂ muss frühzeitig geschaffen werden. Gasnetzbetreiber stehen vor der Herausforderung, ihre Netze auf alternative Gase umzustellen – ein Prozess, der komplex ist, aber dringend angepackt werden muss.
Gemeinsam stark im Wasserstoffnetzwerk
Das Fraunhofer-Wasserstoff-Netzwerk ist eine Plattform, die genau das ermöglichen soll. Unter der Leitung von Prof. Christopher Hebling und Prof. Mario Ragwitz arbeiten 39 Fraunhofer-Institute zusammen, um entlang der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette Expertise zu bündeln. Das reicht von der Wasserstofferzeugung über Speicherung und Verteilung bis hin zur Anwendung in verschiedenen Industrien. Mit rund 750 Vollzeitäquivalenten, die an Wasserstofflösungen arbeiten, wird hier an marktfähigen Technologien gefeilt. Ziel ist es, konkrete Lösungen für die Anforderungen der Industrie zu entwickeln – und das mit einem klaren systemanalytischen Ansatz.
Die Herausforderungen sind groß, doch die Möglichkeiten ebenso. Mit einem sektorenübergreifenden Denken und einem tiefen Verständnis für zukünftige Wertschöpfungs- und Lieferketten in der Energiewirtschaft wird versucht, technologische und marktwirtschaftliche Hemmnisse frühzeitig zu erkennen und anzugehen. Es bleibt spannend zu sehen, welche innovativen Lösungen aus der Doctoral School und dem Fraunhofer-Netzwerk hervorgehen werden. Ein Schritt in die richtige Richtung – für eine klimafreundliche Zukunft!
