Leoben im Wandel: Neue Ideen für eine zukunftsfähige Stadt
Heute ist der 24.09.2026, und in Leoben hat sich einiges getan. Bei der heutigen Gemeinderatssitzung wurde Klaus Gössmann zum neuen ersten Vizebürgermeister gewählt. Das war sicher ein wichtiger Moment für ihn und auch für die Stadt. So eine Wahl bringt immer frischen Wind mit sich, und die Erwartungen sind hoch. Die Sitzung fand nach einer turbulenten Zeit statt, denn die vorangegangene Sitzung am 16. Juli war nicht beschlussfähig. Dort waren nur 19 der 21 erforderlichen Mandataren anwesend, was eine Wahl damals unmöglich machte. Die Abwesenheit von Vertretern der ÖVP, FPÖ und KPÖ hatte für viel Gesprächsstoff gesorgt. Besonders die SPÖ kritisierte das Fernbleiben als schädlich für die Stadt.
Die heutigen Beschlüsse zeigen, dass die Stadt Leoben auf Einsparungen und soziale Unterstützung setzt. Ein bedeutender Punkt ist die Reduzierung der Verwaltungs- und Fachausschüsse. Damit sollen jährlich rund 175.000 Euro eingespart werden. Die Entschädigungen für die Ausschussvorsitzenden werden gesenkt, und der Ausschuss für Senioren und Pflege entfällt. Die Themen werden künftig im Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Senioren und Pflege behandelt. Das ist ein Schritt, der für viele interessant sein dürfte – vielleicht auch für die Senioren selbst, die nun einen neuen Ansprechpartner haben.
Finanzielle Perspektiven und soziale Initiativen
Die Finanzplanung der Stadt wurde ebenfalls aktualisiert. Ein positiver Geldfluss von rund 6,1 Millionen Euro aus dem laufenden Betrieb klingt erst einmal vielversprechend. Die Darlehenstilgungen von etwa 4,9 Millionen Euro können gedeckt werden, und die Prognosen für die kommenden Jahre sehen ebenfalls gut aus. Bis Ende 2030 soll der Darlehensstand auf rund 34,7 Millionen Euro sinken. Das könnte für die Bürgerinnen und Bürger ein beruhigendes Zeichen sein.
Ein weiterer positiver Aspekt ist die Erweiterung des Leobener Sozialfonds. Hier sollen jährlich bis zu 25.000 Euro zur Verfügung stehen, um Kinder zu unterstützen, die vom Mittagessen ausgeschlossen werden könnten. Das ist ein wichtiges Zeichen für die soziale Verantwortung in der Stadt. Auch das Kindergarten-Programm „Gesunder Kindergarten – gemeinsam wachsen“ zeigt, dass Leoben die Gesundheit der Kleinsten ernst nimmt.
Neuigkeiten aus der Innenstadt und mehr
Ab dem 1. November wird es eine einheitliche Regelung für die Fußgängerzone in der Innenstadt geben. Das ist sicher eine gute Nachricht für Radfahrer und E-Scooter-Fahrer: Fahrräder dürfen mit Schrittgeschwindigkeit fahren, E-Scooter müssen geschoben werden. Ladetätigkeiten sind jetzt täglich von 5 bis 11 Uhr erlaubt – das könnte den Geschäftsinhabern zugutekommen.
Außerdem wurde ein Teilbebauungsplan für Hinterberg – Kärntner Straße II beschlossen, um Wohnbebauung zu ermöglichen. Im Rahmen des Pilotprojekts „Packbar!“ können wiederverwendbare Umzugskartons ausgeliehen werden. Das ist nicht nur umweltfreundlich, sondern auch praktisch für die, die umziehen wollen. Subventionen und Förderungen für zahlreiche Vereine und Organisationen wurden ebenfalls beschlossen, was die Gemeinschaft stärken dürfte. So wird auch die Stadion- und Jugendförderung des DSV Leoben angepasst.
Bei den dringlichen Anträgen gab es einige hitzige Diskussionen. Der Antrag von der KPÖ zur rechtlichen Klärung des Steinbruchs Leitendorf wurde abgelehnt, während der Antrag auf Sanierungsoffensive für Gemeindewohnungen an den Ausschuss zugewiesen wurde. Ein neues Rüsthaus der Freiwilligen Feuerwehr Leoben-Stadt soll ebenfalls vorangetrieben werden, und die Entwicklung eines Naherholungsgebiets in Hinterberg wird geprüft. Ein Verkehrskonzept für die Moserhofstraße im Bereich der Gymnasien soll ebenfalls erarbeitet werden – hier gibt es sicher viel Bedarf.
Die heutige Sitzung hat gezeigt, dass Leoben vor großen Veränderungen steht. Die Herausforderungen sind groß, aber die Stadt ist bereit, anpacken und gestalten. Und das ist doch die Hauptsache.
