In der charmanten Stadt Leoben sorgt eine bemerkenswerte Unternehmerin für Aufsehen: Alexandra Wurm. Sie führt den Concept Store „Arts of Woman“, einen Ort, der nicht nur mit ästhetischen Schmuckstücken, sondern auch mit Mode und moderner Malerei aufwartet. Die gebürtige Murtalerin hat sich ihren Weg in die Selbstständigkeit hart erarbeitet. Nach einer Lehre als Gold- und Silberschmiedin und Stationen in renommierten Betrieben, fand sie 2014 die Zeit, ihre eigene kreative Vision zu verwirklichen. Während sie noch angestellt war, begann sie, Schmuckkreationen und moderne Kunst zu entwickeln. Und das hat sich gelohnt! Im Oktober 2019 eröffnete sie schließlich ihren Pop-up-Store in der Leobener Innenstadt.

Ihr Geschäft floriert und hat sich zu einem beliebten Anlaufpunkt für Mode- und Kunstliebhaber entwickelt. Für ihre beeindruckenden Leistungen wurde Wurm nicht nur 2022 als „Steirische Unternehmerin des Jahres“ geehrt, sondern sie plant auch, 2024 ihr zehnjähriges Jubiläum mit einer Modenschau im LCS Leoben zu feiern. „Disziplin, Durchhaltevermögen und eine solide Ausbildung sind für mich der Schlüssel zum Erfolg“, sagt sie und hebt die Rolle von flexiblen Bildungswegen wie der „Lehre mit Matura“ hervor. Wurm engagiert sich auch für andere Unternehmerinnen, als stellvertretende Vorsitzende von „Frau in der Wirtschaft“ in Leoben. Hier setzt sie sich für deren Anliegen ein, was in Anbetracht des hohen Frauenanteils von 52,9 Prozent unter den aktiven Einzelunternehmerinnen in Leoben umso wichtiger ist.

Wirtschaftliche Herausforderungen und Frauenpower

Am 16. September 2026 wurden in der Steiermark bereits zum elften Mal die „Unternehmerinnen des Jahres“ ausgezeichnet. Eine Veranstaltung, die im Europasaal der WKO Steiermark stattfand und die Vielfalt und den Einfallsreichtum steirischer Geschäftsfrauen zelebrierte. WKO-Vizepräsidentin Gabriele Lechner überreichte die Awards in sechs Kategorien. Die Preisträgerinnen stehen für 32.577 steirische Betriebe, die von Frauen geführt werden. Das ist eine beachtliche Zahl, gerade in Zeiten, wo wirtschaftliche Herausforderungen für viele eine Hürde darstellen. Fast jede zweite Firmengründung, nämlich 48,3 Prozent, wurde von Frauen initiiert. Diese Zahlen zeigen, dass die weibliche Unternehmerlandschaft in der Steiermark dynamisch und zukunftsorientiert ist.

Die Auszeichnung „Unternehmerin des Jahres“ ist nicht nur ein schöner Titel, sondern auch eine Anerkennung für die harte Arbeit und den Einsatz, den diese Frauen täglich leisten. Die Gewinnerinnen, darunter Jennifer Kellner, die mit ihrer Firma Brainonomy GmbH eine Browserlösung für digitale Kindersicherheit entwickelte, und andere bemerkenswerte Persönlichkeiten, zeigen, dass Innovationsgeist und Durchhaltevermögen Hand in Hand gehen. Gabriele Lechner betonte die bedeutende Rolle von Unternehmerinnen in der Wirtschaft und die Herausforderungen, denen sie gegenüberstehen. Es ist wichtig, solche Leistungen sichtbar zu machen und zu feiern.

Der Weg zur Gleichstellung

Doch trotz dieser positiven Entwicklungen gibt es noch viel zu tun. Im Jahr 2025 lag der Frauenanteil in den Geschäftsführungen der 100 umsatzstärksten Unternehmen der Steiermark bei nur 4 Prozent. Ein Rückgang, der uns zum Nachdenken anregen sollte. Die FELIN-Studie zeigt, dass der Anstieg des Frauenanteils in den Vorständen zwar erfreulich ist, die Zahl in der Geschäftsführung aber besorgniserregend bleibt. Der Rückgang wird nicht als bewusste Zurückdrängung wahrgenommen, sondern vielmehr als Ergebnis struktureller Faktoren und der ungleichen Verteilung unbezahlter Care-Arbeit. In der metalltechnischen Industrie gab es unter 91 Führungspositionen nur eine Frau – das sagt einiges aus.

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Es ist klar, dass verbindliche Quoten im nicht-börsennotierten Bereich notwendig sind, um den Frauenanteil zu erhöhen. Auch der Ausbau flächendeckender Kinderbetreuung könnte eine wesentliche Rolle spielen, um Frauen den Zugang zu Führungspositionen zu erleichtern. Die nächste FELIN-Studie wird 2027 veröffentlicht und wir dürfen gespannt sein, ob sich die Situation bis dahin verbessert hat.