Am Montag, 26. Oktober 2026, sind in Lienz mehr als 100 Menschen für einen guten Zweck gelaufen – manche flott, andere gemütlicher. Beim traditionellen Organspendelauf waren Kinder und Erwachsene dabei, Laufanfänger ebenso wie erfahrene Marathonläufer. Sport und Spendenaktion gingen dabei Hand in Hand.

Treffpunkt war ab 14.00 Uhr am Spielplatz Eichholz, der Start erfolgte um 14.30 Uhr. Zur Auswahl standen 2,5, 5 oder 10 Kilometer. Die Strecken konnten laufend oder gehend absolviert werden, außerdem wurden verschiedene Gruppen gebildet. Wer spontan dazukommen wollte, konnte sich ab 14.00 Uhr direkt vor Ort anmelden. Für Speisen und Getränke war gesorgt.

2500 Euro für den Ederhof

Zum fünften Mal organisierten der Verein EH-Turtles – der „Verein zur Erhaltung des Spiel- und Eislaufplatzes Eichholz“ – und das Rehazentrum Ederhof den Benefizlauf gemeinsam. Geschäftsführer Robert Weichselbraun und Turtles-Obmann Charly Kashofer gaben die Spendensumme bekannt: Durch Startgelder und zusätzliche Spenden kamen insgesamt 2500 Euro zusammen.

Die Startgebühr betrug 15 Euro und ging vollständig an das Rehazentrum Ederhof. Auch Urologe Andreas Martinschek war mit seinem Team „Movember“ dabei. Zwischen Laufschuhen, Gesprächen und dem einen oder anderen tiefen Atemzug kam so ordentlich etwas für den Ederhof zusammen.

Organspende in Österreich

Der jährlich veröffentlichte Transplant-Jahresbericht dokumentiert das österreichische Spende- und Transplantationswesen in den Bereichen Organe und Stammzellen. Er enthält Kennzahlen zu Organspenden und -transplantationen, Informationen zum Meldeverhalten der Spenderkrankenanstalten sowie Daten zur regionalen Versorgung und zur Entwicklung der Wartelisten. Auch Rechtsrahmen und Organisationsstrukturen werden erläutert. Maßnahmen zur Sicherung des Spenderaufkommens – darunter Transplantationsreferenten und Schulungen – sind ebenfalls Teil des Berichts.

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2025 wurden in Österreich 733 Organtransplantationen durchgeführt. Sowohl Transplantationen mit Organen Verstorbener als auch jene nach Lebendspenden nahmen gegenüber dem Vorjahr zu. Die Zahl der postmortalen Organspenden pro Million Einwohner stieg, ebenso nahmen DCD-Organspenden („Donation after Circulatory Determination of Death“) weiter zu. Gleichzeitig sank die Zahl der Patientinnen und Patienten auf den Organwartelisten um 15 Prozent. Die Wartezeiten unterschieden sich je nach transplantiertem Organ deutlich.

0,65 Prozent der österreichischen Wohnbevölkerung sind im Widerspruchsregister eingetragen. Der Bericht zeigt damit nicht nur medizinische Ergebnisse, sondern auch, wie Spenden organisiert werden und wo es im System Veränderungen gibt.

Auch Stammzellen im Blick

Im Bereich der Stammzelltransplantation berichtet der Jahresbericht über das nationale Spenderaufkommen, die internationale Vernetzung und die Zahl der durchgeführten Transplantationen. Die nationale und internationale Suche nach passenden Spenderinnen und Spendern sowie die Entwicklung der Transplantationszahlen werden tabellarisch und grafisch dargestellt.

Hinter diesen Leistungen steht die Zusammenarbeit der Stammzelltransplantationszentren, des Österreichischen Stammzellregisters und der lokalen Spenderzentren. Die Zahl autologer Stammzelltransplantationen ging zurück, während allogene Stammzelltransplantationen und CAR-T-Zell-Therapien zunahmen. 2025 wurde außerdem erstmals eine Gentherapie eingesetzt.