Linz wird zur Fußballwerkstatt: Erstes Coerver-Camp bringt 36 Kinder technisch auf Trab
Vom 24. bis 26. Oktober wurde das Georg-von-Peuerbach-Gymnasium in Linz zur Fußballwerkstatt: Beim ersten Coerver-Fußballcamp der Stadt trainierten 36 Kinder aus 15 Vereinen aus Österreich und Deutschland drei Tage lang miteinander.
Auf dem Programm stand täglich von 10 bis 16 Uhr intensives Techniktraining. Die Kinder der Jahrgänge 2014 bis 2019 arbeiteten in Kleingruppen mit jeweils zwölf Teilnehmern – viel Ball am Fuß, kurze Wege und jede Menge Entscheidungen, die im Spiel oft in Sekundenbruchteilen fallen müssen.
Ballkontrolle, Duelle und schnelle Ideen
Coerver Coaching ist eine international verbreitete Methodik für Fußballtechniktraining. Im Mittelpunkt stehen Ballkontrolle, Eins-gegen-eins-Situationen und schnelles Entscheiden. Geleitet wurde das Camp von Christoph Biesenbach, Rafael Wieczorek und Ben Haubrich, einem Trainerteam aus Deutschland, das bereits Fortbildungen bei Bundesligaklubs in Deutschland und Österreich durchgeführt hatte.
Ganz trocken ging es dabei nicht zu. Unter dem Motto „Tricksen wie …“ ahmten die Kinder Michael Olise, Harry Kane und Haris Tabakovic nach. Zwischen Dribblings, Finten und Pässen war also auch Platz für Kreativität – und vermutlich für den einen oder anderen Trick, der beim nächsten Vereinstraining wieder auftaucht.
Zum Abschluss wartete eine Camp-Weltmeisterschaft samt Siegerehrung. Veranstalter war der Sportverein Soccerwerk. Unterstützt wurde das Camp vom Courtyard by Marriott Linz, dem Winklermarkt und der Sparkasse Oberösterreich.
Fortsetzung ist geplant
Eine Fortsetzung mit Coerver Coaching Deutschland ist geplant. Das passt zu einem Ausbildungsansatz, der nicht bei einem einzelnen Camp stehen bleiben muss: Coerver Coaching bietet neben den bisherigen Fortbildungsmodulen auch die neue Trainingsfortbildung „DRILLS, DRILLS, DRILLS“ an.
Gedacht ist dieses Angebot für Trainerinnen und Trainer, denen die Zeit für umfangreiche Schulungen fehlt. Nach einer langen Fußballpause gab es in vielen Vereinen eine hohe Fluktuation: Einige Trainer zogen sich zurück, neue Trainerinnen und Trainer übernahmen ihre Aufgaben. Lange Theorieblöcke sind für sie nicht vorgesehen. Die Fortbildung findet ausschließlich auf dem Platz statt.
In 90 bis 120 Minuten werden zu verschiedenen Themen und Schwerpunkten Übungsbeispiele mit zahlreichen Variationen demonstriert. Die Teilnehmer können die Übungen direkt in ihr nächstes Training übernehmen. Auch erfahrene Trainer, die ihr Repertoire zu einem bestimmten Schwerpunkt erweitern wollen, sind angesprochen. Kleine Änderungen reichen, um die Übungen an jedes Alter und Leistungsniveau anzupassen – praktisch, wenn am Montag wieder ganz unterschiedliche Fußballbeine auf dem Platz stehen.
Quelle: Tips
Weitere Informationen: Coerver Coaching Deutschland
