PBZ Mistelbach dankt Ehrenamtlichen für jahrzehntelange Begleitung im Pflegealltag
Im Pflege- und Betreuungszentrum (PBZ) Mistelbach ist diesmal nicht bedient, begleitet oder vorgelesen worden: Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer waren selbst zu Gast. Bei einer Heurigenjause sagte das PBZ Danke für die vielen Stunden, die sie den Bewohnerinnen und Bewohnern schenken.
Zwischen Brettljausn, Getränken und Gesprächen kümmerte sich das Küchenteam des Hauses um die Bewirtung. Kaufmännische Direktorin Jasmin Schaden und die stellvertretende Pflegedirektorin Barbara Svec begrüßten die Freiwilligen persönlich und dankten ihnen für ihren Einsatz.
Vom Messebesuch bis zur Singrunde
Die Aufgaben der Ehrenamtlichen sind vielfältig: Sie begleiten Bewohnerinnen und Bewohner beim Einkaufen oder zur Messe, lesen vor, nehmen an Singrunden teil, spielen Karten und gestalten Feste im Haus mit. Manches davon wirkt im ersten Moment klein – für die Menschen im PBZ kann es den Tag gehörig aufhellen.
Die Altersspanne der Helfenden reicht dabei weit auseinander. Die älteste Ehrenamtliche ist 96 Jahre alt und besucht das PBZ seit mehr als 30 Jahren regelmäßig. Der jüngste Helfer ist 15 Jahre alt.
Für das Ehrenamt und die Alltagsbegleitung ist im PBZ Gabriele Reiser-Fichtinger zuständig. Interessierte können sie unter 0676 858 731 616 oder per E-Mail an gabriele.reiser-fichtinger@noe-lga.at kontaktieren.
Viele Möglichkeiten in den PBZ
Engagement ist in 48 Pflege- und Betreuungszentren möglich. Dabei spielt es keine Rolle, wie viel Zeit jemand zur Verfügung hat: Ehrenamtliche können unabhängig vom verfügbaren Zeitumfang mitwirken.
Die Tätigkeiten sind in fünf Kategorien gegliedert: Besuchsdienst, Seelsorge und Hospiz, Mithilfe bei Aktivitäten, Tätigkeiten rund ums Haus sowie sonstige Ehrenamtsaktivitäten. Freiwillige können wählen, ob sie direkten Kontakt mit Bewohnerinnen und Bewohnern möchten oder lieber unterstützende Aufgaben übernehmen – etwa bei der Vorbereitung von Veranstaltungen.
Auch persönliche Talente, Wünsche und Vorstellungen können einfließen. Wer gern musiziert, organisiert, zuhört, bastelt oder einfach gern unter Leuten ist, kann sein Engagement entsprechend ausrichten.
Besuchsdienste als Unterstützung im Alltag
Ein ähnliches Modell bietet das Deutsche Rote Kreuz mit seinem Besuchsdienst für Menschen an, die nur selten familiäre, freundschaftliche oder nachbarschaftliche Kontakte haben. Ehrenamtliche besuchen ältere, mobil eingeschränkte und allein lebende Menschen zu Hause oder in Senioreneinrichtungen.
Gesellschaft leisten, Gespräche führen, zuhören und Kontakte knüpfen gehören ebenso dazu wie Brett- oder Kartenspiele. Möglich sind auch Hilfe beim Ausfüllen amtlicher Formulare, Abwechslung im Alltag, Außer-Haus-Begleitung und -Hilfe sowie Unterstützung bei Einkäufen. Der Dienst soll die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben fördern und Angehörige entlasten.
Betreut wird von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, in der Regel entstehen dabei keine Kosten. Wer sich beim DRK engagieren möchte, kann über die Eingabe der Postleitzahl den zuständigen DRK-Kreisverband finden. Auf der entsprechenden Internetseite wird außerdem eine Fehlermeldung des Webservices angezeigt.
