334 Rekrutinnen und Rekruten am schneelosen Kreischberg angelobt
Am Kreischberg in St. Georgen am Kreischberg sind am 30. Oktober 2026 insgesamt 334 Rekrutinnen und Rekruten des österreichischen Bundesheeres angelobt worden. Gefeiert wurde im Zielstadion – und das, obwohl dort derzeit weit und breit kein Schnee zu sehen ist.
Rund 1.500 Besucherinnen und Besucher kamen laut Bundesheer zur Zeremonie. Viele davon waren Familienmitglieder und Freunde der jungen Soldatinnen und Soldaten. Für Bürgermeister Patrick Weilharter war der Tag auch ganz persönlich kein gewöhnlicher: Sein Sohn gehörte zu den angelobten Rekruten.
„Verbundenheit mit dem Bundesheer“
Weilharter betonte die enge Verbundenheit der Gemeinde mit dem Bundesheer. Militärkommandant Heinz Zöllner stellte das Treuegelöbnis in den Mittelpunkt seiner Ansprache. Es binde die Soldatinnen und Soldaten ebenso wie das Volk aneinander, erklärte er.
Mehrfach angesprochen wurde außerdem der Aufbauplan des Bundesheeres. Zöllner formulierte es knapp: „Wir rüsten nicht auf, wir holen nur nach.“ Landeshauptmann Mario Kunasek bezeichnete den Plan als „Herstellen der Normalität“ und nicht als Aufrüstung.
Gelöbnis auf die Republik Österreich
Stellvertretend für alle Rekrutinnen und Rekruten legten Julian W. aus St. Georgen, Cordula L. aus Scheifling, Raphael K. aus Ardning und Lisa T. aus Halbenrain das Gelöbnis auf die Republik Österreich ab.
Die angelobten Soldatinnen und Soldaten versehen ihren Dienst im Versorgungsregiment 1 in Gratkorn, im Überwachungsgeschwader in Zeltweg, in der Flugbetriebskompanie Aigen im Ennstal sowie im Aufklärungs- und Artilleriebataillon 7 in Feldbach. Unter ihnen sind 74 Spitzensportlerinnen und Spitzensportler.
Sechs Monate Grundwehrdienst
In Österreich beruht das Wehrsystem auf der allgemeinen Wehrpflicht für männliche Staatsbürger. Ob jemand tauglich ist, wird bei der Stellung durch medizinische und psychologische Untersuchungen festgestellt.
Die Grundlage für den Dienst im Bundesheer bildet der sechsmonatige Grundwehrdienst. Dabei lernen Rekruten den Umgang mit ihrer Ausrüstung, die Orientierung im Gelände und das Verhalten in der Kaserne. Die Grundausbildung soll sie außerdem dazu befähigen, als Einsatzsoldaten an Katastrophen- oder Hilfseinsätzen im Inland teilzunehmen.
Wer als Funktionssoldat ausgebildet wird, kann später als territorialer Wachsoldat eingeteilt werden. Am Kreischberg ging es an diesem Tag zunächst um das Versprechen – vor Familien, Freunden, Gemeindevertretern und Kameradinnen und Kameraden.
