Herbstabenteuer in den Murauer Bergen: Gipfelstürmer trotzen Nebel und Schnee
Heute ist der 18.10.2026 und die Herbstfarben leuchten in Murau in voller Pracht. Gestern, am 17. Oktober, machte sich eine Gruppe von Bergfreunden auf den Weg, um die Gipfel des Hochstubofen und des Rettelkirchspitz zu erklimmen. Das Abenteuer begann am Parkplatz vor der Hölzlerhütte am Eselsberger Almerlebnis Weg, wo sich die Wanderer bei frischen Temperaturen und herbstlichem Wetter versammelten. Doch die Vorfreude wurde schnell von den Wetterbedingungen getrübt: Auf den Gipfeln lagen Schnee und der Nebel machte den Ausblick nahezu unmöglich. Aber das hielt die Gruppe nicht auf!
Die Wanderung erstreckte sich über mehr als 10 Kilometer, und die Teilnehmer mussten rund 1.000 Höhenmeter überwinden. Ein echter Kraftakt, der nicht nur Ausdauer, sondern auch Trittsicherheit erforderte. Der markierte Weg führte zunächst ins Tal, bevor es bergauf zur Haseneckscharte ging. Nach einem anstrengenden Anstieg ging’s weiter zur Rocklscharte und anschließend wieder bergauf. Hier teilte sich der Weg: Links zum Rettelkirchspitz und rechts zum Hochstubofen. Der Gratweg zum Rettelkirchspitz stellte sich als besonders herausfordernd heraus, da er zunehmend ausgesetzter wurde. Manchmal waren die Hände zur Unterstützung nötig – und die Orientierung durch die Steinmandln war entscheidend!
Herausforderungen und Gipfelgenuss
Der Gipfelbereich des Rettelkirchspitz, mit seinem Gipfelkreuz, bot leider keine Aussicht – der Nebel hatte die Landschaft fest im Griff. Aber das tat der Stimmung keinen Abbruch! Die Gruppe genoss trotzdem den Moment, zusammen auf dem höchsten Punkt zu stehen. Der Rückweg führte über die Funkelscharte und beinhaltete mehrere Anstiege und Abstiege, was die Wanderung noch einmal richtig forderte. Nach etwa 6,5 Stunden, inklusive Pausen, kehrten die Wanderer zurück zum Ausgangspunkt und ließen den Tag im herbstlichen Wetter Revue passieren.
Die Tour auf den Hochstubofen und den Rettelkirchspitz gehört zu den schönsten Bergtouren in der Region Murau. Weitere bemerkenswerte Routen sind die Hornfeldspitze und Narrenspitze, die sich durch eine mittlere Schwierigkeit (T3) auszeichnen und sich perfekt für Bergwanderer eignen, die eine nicht allzu schwere Tour suchen. Oder man wagt sich an den Preber, der mit 2740 Metern der höchste Gipfel der Region ist. Auch hier gibt es einfache Aufstiege über die Grazer Hütte, die diesen Aufstieg zu einem Genuss machen.
Wer also den Herbst in den Bergen erleben möchte, hat in der Region Murau eine Vielzahl an Möglichkeiten. Ob herausfordernde Gratwanderungen oder sanfte Hüttenwanderungen – hier findet jeder die passende Tour für sich. Also, Rucksack gepackt und auf ins Abenteuer!
