Das Oberes Waldviertel steht vor einer bedeutenden Veränderung. Die Lagerhaus-Genossenschaften Waidhofen an der Thaya und Gmünd-Vitis haben beschlossen, ihre Kräfte zu bündeln und die neue Genossenschaft „Lagerhaus Oberes Waldviertel“ zu gründen. Die Entscheidung wurde getroffen, um den Herausforderungen eines dynamischen Marktumfelds aktiv zu begegnen. Mit dieser Fusion wird eine Gemeinschaft von rund 4.500 Mitgliedern als regionale Eigentümer entstehen, die gemeinsam die Zukunft gestalten werden. Die neue Genossenschaft wird voraussichtlich einen jährlichen Umsatz von rund 200 Millionen Euro erzielen und wird etwa 700 Mitarbeiter an 21 Standorten in drei Bezirken beschäftigen. Die Geschäftsführer David Wondra und Günther Hiermann sowie Rudolf Schwarz und Günter Zaiser leiten die Geschicke dieser neuen Institution, die fest in der Region verwurzelt bleibt.

Beide Genossenschaften haben eine lange Tradition und blicken auf über 100 Jahre Geschichte in der Region zurück. Es ist nicht nur eine Fusion, sondern ein Schritt in die Zukunft, um den wirtschaftlichen Anforderungen und Unsicherheiten besser begegnen zu können. Die Mitglieder werden in den Entscheidungsprozessen aktiv eingebunden und behalten ihr Mitspracherecht. So bleibt die Wertschöpfung in der Region und Entscheidungen werden vor Ort getroffen. Der Aufsichtsrat, unter dem Vorsitz von Viktoria Hutter, wird dabei eine wichtige Rolle spielen. Unterstützt wird sie von den Stellvertretern Florian Göll und Martin Bittermann.

Zusammenführung mit Weitblick

Die Fusion wird als Antwort auf die steigenden wirtschaftlichen Anforderungen und Unsicherheiten in der Branche gesehen. Ziel ist es, die wirtschaftliche Stabilität zu fördern und die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Durch die Bündelung von Ressourcen und den Fokus auf nachhaltige Ertragskraft werden die neuen Strukturen den Mitgliedern auch in Zukunft bedarfsgerechte Beratung bieten. Die Obleute beider Genossenschaften haben sich bereits klar für die Fusion ausgesprochen und betonen die Notwendigkeit einer strategischen Weiterentwicklung, um auch in den kommenden Jahren erfolgreich zu sein.

Die Generalversammlungen im Juni 2026 werden der entscheidende Rahmen für die Beschlüsse zur neuen Genossenschaft sein. Die Mitglieder sind aufgerufen, an diesen Versammlungen teilzunehmen und ihr Stimmrecht wahrzunehmen. Vor dieser wichtigen Entscheidung fanden bereits zahlreiche Veranstaltungen statt, um den Austausch zwischen den Agrarkreisen und jungen Landwirten zu fördern. Mitarbeiter:innen wurden im April zu speziellen Veranstaltungen eingeladen, und im Mai fanden neun Orts- bzw. Regionalversammlungen statt. Diese Vorbereitungen schaffen eine solide Grundlage für die Abstimmungen am 16. Juni in Waidhofen an der Thaya und am 23. Juni in Gmünd-Vitis.

Ein Blick in die Zukunft

Mit dieser Fusion wird ein starkes und zukunftsorientiertes Unternehmen aus der Taufe gehoben, das den Bedürfnissen der Region und ihrer Mitglieder gerecht werden soll. Die Herausforderungen des Marktes erfordern ein Umdenken, und die Lagerhaus-Genossenschaften zeigen mit diesem Schritt, dass sie bereit sind, sich den Veränderungen zu stellen. Die neue Genossenschaft bleibt in regionaler und genossenschaftlicher Hand, was einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung der Region leisten wird. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Dinge entwickeln und welche positiven Impulse die Lagerhaus Oberes Waldviertel in der Region setzen wird.

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Für weitere Informationen zu dieser Fusion und den Hintergründen besuchen Sie die Raiffeisen Zeitung.

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