Heute ist der 16. Mai 2026. In Schwäbisch Gmünd wird die Schließung der Taubental-Unterführung immer mehr zum Gesprächsthema. Von einer Verbesserung der Fußwege kann jedoch keine Rede sein. Der Verkehrsplaner hatte 2021 im Rahmen eines Fußverkehrschecks die Wege in der Stadt untersucht. Leider blieb der Fokus dabei nur auf den Stadtteil Südstadt gerichtet. Sofortmaßnahmen wie die Verbreiterung einer Querungshilfe oder die Ausweitung einer Markierung wurden zwar ergriffen, aber der große Wurf blieb aus. An der Konrad-Baum-Kreuzung, wo die Königsturmstraße in die Untere Zeiselbergstraße mündet, zeigt sich das Dilemma. Die Fußgängerfreundlichkeit ist stark verbesserungswürdig – und es hat sich nichts verändert. Kein Wunder, dass sich viele Gmünder fragen, wie es weitergeht.
Die Schließung der Taubental-Unterführung im Frühjahr 2026 hat weitreichende Auswirkungen. Der Verlust eines wichtigen Fußwegs vom Tal in die Stadt wird viele Bürgerinnen und Bürger betreffen. Die Sanierung der Unterführung würde Millionen kosten, und die Bahn als Eigentümerin würde diese Kosten letztlich an die Stadt Gmünd weitergeben. Zukünftige Maßnahmen scheinen zudem nur begrenzte Verbesserungen zu versprechen – man könnte es fast schon als „Trostpflaster“ für die neue Strecke durch die große Unterführung bezeichnen. Ein bisschen wie ein Pflaster auf einer großen Wunde, die nicht wirklich heilt.
Wahlberechtigte Stimmen und Fahrradstraßen
<pDoch das ist nicht das einzige Thema, das die Gmünder beschäftigt. Am 20. Oktober 2025 fand ein Bürgerentscheid statt, bei dem es um die Zustimmung zu einer Fahrradstraße ging. Von den 46.195 wahlberechtigten Personen beteiligten sich nur 25,07 % – was mehr als ein wenig ernüchternd ist. Insgesamt 11.580 Teilnehmer gaben ihre Stimme ab, aber nur 11.559 Stimmen waren gültig. Die Verteilung der Stimmen war klar: 3.992 (34,54 %) stimmten für die Fahrradstraße, während 7.567 (65,46 %) dagegen waren. Besonders interessant war die Briefwahl, wo die Zustimmung zur Fahrradstraße höher war – 38,88 % der Teilnehmer wählten per Brief. In den Wahlbezirken 002 und 007, besonders in der Klarenbergstraße, lag die Zustimmung zwischen 42 % und 46 %. Komisch, oder? Man könnte meinen, dass der Weg zur Fahrradstraße einfacher sein sollte.
<pDie Auswertung der Briefwahl erfolgte über acht Briefwahlbezirke, und wer mehr Informationen oder die vollständigen Wahlergebnisse möchte, findet alles online. Vielleicht kommen da noch einige Überraschungen ans Licht? Es bleibt abzuwarten.
Fußverkehrsförderung in Deutschland
<pIm Kontext der Fußwegproblematik in Schwäbisch Gmünd ist es interessant zu sehen, dass es bundesweit Initiativen zur Förderung des Fußverkehrs gibt. Ein Forschungsprojekt mit dem Titel „Kommunale Fußverkehrskonzepte als Baustein einer systematischen Fußverkehrsförderung“ verfolgt das Ziel, Fußverkehr in deutschen Kommunen wirksam zu fördern. Das Programm wird von der Technischen Universität Dresden und Ramboll Deutschland GmbH, Berlin, organisiert. Dabei geht es darum, vorhandene strategische Ansätze der kommunalen Fußverkehrsplanung zu systematisieren und erfolgreiche Beispiele zu identifizieren.
<pDiese Initiative könnte auch für Schwäbisch Gmünd von Bedeutung sein, besonders wenn man bedenkt, dass Probleme in der Fußverkehrsförderung oft ähnliche Wurzeln haben. Es gibt ein Bedürfnis nach Lösungen, die über kurzfristige Maßnahmen hinausgehen. Vielleicht sind die Gmünder gut beraten, einen Blick auf diese Best Practices zu werfen, um ihre eigenen Herausforderungen besser zu bewältigen.
<pInsgesamt zeigt sich, dass die Verkehrsplanung in Schwäbisch Gmünd vor großen Herausforderungen steht. Die Schließung der Taubental-Unterführung und die gescheiterte Bürgerentscheidung zur Fahrradstraße sind nur zwei von vielen Themen, die die Stadt bewegen. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Situation entwickeln wird und ob die Bürger in Zukunft eine bessere Fußweginfrastruktur erwarten dürfen.