Im malerischen Hollabrunn, eingebettet am Waldrand, leben Elisabeth und Otto Schöffl, die bald 60 Jahre Ehe feiern werden. Ein halbes Jahrhundert voller Erinnerungen, Familienfotos und Bücher, die in ihrem Haus aufbewahrt werden. Ihre standesamtliche Hochzeit fand am 13. August 1966 statt, gefolgt von einer kirchlichen Trauung am 14. August, die zusammen mit einer Doppelhochzeit mit Ottos Bruder Gottfried gefeiert wurde. Das ganze Dorf war dabei und die Atmosphäre war wie ein Volksfest. Elisabeth trug ein handgenähtes Brautkleid von Lambert Hofer, das sicherlich das Herz des Bräutigams höher schlagen ließ.

Die beiden haben sich in Wien kennengelernt, obwohl sie in Nachbarorten aufwuchsen. Der erste Kontakt war bei einer Tanzveranstaltung der „Niederösterreicher in Wien“-Jugendgruppe. Otto, der Gymnasialprofessor in Hollabrunn war, kehrte von Amstetten zurück, und Elisabeth folgte ihm aus Liebe nach Roseldorf. Das war für sie ein Kulturschock. Ihr Leben in Wien hinterlassend, musste sie sich an die neue Umgebung gewöhnen. Sie machte eine Ausbildung zur Erwachsenenbildnerin und war aktiv in Mütterseminaren, während Otto und Elisabeth gemeinsam als Referenten in Eheseminaren arbeiteten. Zusammen haben sie etwa 40 Bücher geschrieben, darunter drei über Beziehungen – eine beeindruckende Leistung!

Herausforderungen und Ratschläge

Wie viele Paare haben auch sie Krisen erlebt, aber nie an Scheidung gedacht. Ihr Geheimnis? Sie empfehlen, in einer Ehe nicht zu entlieben und Konflikte auszutragen, ohne gleich die Flinte ins Korn zu werfen. Otto merkt an, dass heutige Ehen in einer anderen Welt leben als sie damals. In der Lebensmitte, zwischen 40 und 60, geraten viele Beziehungen ins Wanken. Menschen wissen, wie man sich verliebt und eine Beziehung beginnt, aber oft fehlt das Wissen, um sie weiterzuentwickeln. Fragen, die nie eingeplant waren, tauchen auf: „Wer sind wir jenseits unserer Funktionen und Rollen?“

Es zeigt sich, dass Paare oft ein gutes Team waren und gemeinsam viel aufgebaut haben. Der Wunsch, zusammenzubleiben, ist stark, jedoch fühlen sich viele Partner unzufrieden. Spannend ist dabei die Erkenntnis, dass Beziehungen nicht am Mangel scheitern, sondern am fehlenden Wissen zur Weiterentwicklung. Es sind diese Herausforderungen, die vielleicht auch die Schöffls kennengelernt haben und die sie mit ihrer Erfahrung und ihren Ratschlägen an andere Paare weitergeben möchten.

Ein Blick auf die Zahlen

Die Thematik der Ehe und Partnerschaft ist nicht nur auf persönlicher Ebene interessant, sondern lässt sich auch in Zahlen fassen. Ab dem Berichtsjahr 2025 wird die Cell-Key-Methode auf alle Ergebnistabellen der Eheschließungen angewandt. Diese Methode beinhaltet leichte Veränderungen der Fallzahlen, was zu einem gewissen Maß an Geheimhaltung führt. So wird bei der Anwendung der Methode ein kleiner „Überlagerungswert“ zugewiesen, wodurch die veröffentlichten Zahlen von den Originalergebnissen abweichen können. Die Zahl 0 ist dabei ausgeschlossen, um keine nicht vorhandene Beobachtung künstlich zu erzeugen. Ein Blick auf statistische Daten kann also manchmal einen verwirrenden Eindruck hinterlassen.

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In dieser bunten Mischung aus persönlichen Geschichten, Herausforderungen und Zahlen zeigt sich, dass das Thema Ehe und Partnerschaft vielschichtig ist. Otto und Elisabeth Schöffl sind nicht nur Zeugen einer langen gemeinsamen Reise, sondern auch Ratgeber für viele, die in der Liebe ihren Weg suchen. Ihre Geschichte ist eine Einladung, die eigene Beziehung zu reflektieren und mutig an der Weiterentwicklung zu arbeiten.

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