In Hollabrunn tut sich was! Die Stadt ist nicht nur bekannt für ihre charmante Altstadt, sondern auch für das Engagement der Grünen, die sich für einen schnelleren Ausbau der Nordwestbahn starkmachen. Ein Dringlichkeitsantrag, der im Gemeinderat einstimmig beschlossen wurde, soll dabei helfen, die geplanten Kürzungen im ÖBB-Rahmenplan zu überdenken. Diese Kürzungen könnten nämlich den Ausbau bis in die 2030er Jahre verzögern, was für Pendler entlang der Nordwestbahn alles andere als ideal ist. Ein echtes Ärgernis, wenn man bedenkt, dass in Transitrouten und die Luftfahrtindustrie investiert wird, während beim Bahnausbau gespart wird. Die Grünen lassen nicht locker und kritisieren diese Ungleichbehandlung lautstark.

Gemeinderat Georg Ecker hat die Dringlichkeit des Anliegens betont: „Es ist an der Zeit, ein Zeichen gegen die Entwicklungen zu setzen.“ Mit der Resolution will die Stadtgemeinde ein klares Signal an den zuständigen SPÖ-Verkehrsminister senden. Die Hollabrunner Grünen haben sich auf die Fahnen geschrieben, sich weiterhin für eine schnellere Umsetzung des Bahnprojekts einzusetzen. Das ist doch mal eine Ansage!

Der Ruf nach einem zweigleisigen Ausbau

Doch nicht nur die Grünen in Hollabrunn sind aktiv. SPÖ-Nationalratsabgeordneter Rudolf Silvan hat sich ebenfalls zu Wort gemeldet und fordert einen zweigleisigen Ausbau der Nordwestbahnstrecke zwischen Retz und Stockerau. Seine parlamentarische Anfrage an Klimaschutzministerin Leonore Gewessler zeigt, dass auch die SPÖ das Thema schon seit Jahren immer wieder auf die Agenda bringt. Im aktuellen ÖBB-Rahmenplan ist zwar ein selektiver zweigleisiger Ausbau vorgesehen, die Realisierung soll jedoch erst für 2032 erfolgen. Das lässt die Pendler sicherlich unruhig werden.

Die Situation ist klar: Die Pendler sind die Hauptleidtragenden dieser langsamen Entwicklung. Während die Politik über den Ausbau diskutiert, warten die Menschen auf eine spürbare Verbesserung ihrer täglichen Wege. Die Notwendigkeit für eine Überarbeitung des Rahmenplans ist dringend, denn noch immer sind viele Bahnhöfe nicht optimal angebunden und die Fahrzeiten könnten erheblich verkürzt werden.

Ein Blick auf das Zielnetz 2040

Für den langfristigen Ausbau des Bahnnetzes in Österreich gibt es jedoch auch eine größere Perspektive: das Zielnetz 2040. Diese Strategie soll als verkehrspolitische Leitlinie dienen, um mobilitäts- und klimapolitische Ziele zu erreichen. Der Fachentwurf wurde von verschiedenen Institutionen, darunter das Bundesministerium und die ÖBB-Infrastruktur AG, ausgearbeitet. Doch wie wird sich das auf die Nordwestbahn auswirken? Ein Zielnetz 2040, das Maßnahmen im Umfang von rund 26 Milliarden Euro umfasst, könnte möglicherweise auch die dringend benötigten Investitionen in regionale Bahnstrecken wie die Nordwestbahn mit sich bringen.

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Das Zielnetz sieht eine Verbesserung der Anbindung an das internationale Bahnnetz und einen Ausbau des nationalen Fernverkehrs vor. Die Schwerpunkte liegen unter anderem auf der Stärkung des Güterverkehrs und dem Ausbau von S-Bahn-Systemen in Ballungsräumen. In diesem Zusammenhang wird auch der Regionalverkehr nicht vernachlässigt. Es bleibt zu hoffen, dass die Entwicklungen in Hollabrunn und die Forderungen der Grünen und der SPÖ nicht in Vergessenheit geraten, sondern tatsächlich in die Planungen einfließen.

Die öffentliche Konsultation des Fachentwurfs läuft noch bis zum 26. April 2024. Das bedeutet, dass es noch Raum für Veränderung und Einflussnahme gibt. Die Pendler in Hollabrunn können nur hoffen, dass ihre Stimmen gehört werden, denn die Zeit drängt. Wer weiß, vielleicht ist der Traum von einer schnelleren Anbindung bald Realität – oder bleibt er doch nur ein Wunschtraum?

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