Hollabrunn, ein Ort voller Geschichte und jetzt auch voller Freude, feierte kürzlich einen besonderen Anlass. Margaretha „Margit“ Schieder, eine echte Legende der Region, wurde 101 Jahre alt! Ja, richtig gehört – 101 Jahre jung! Die Gratulationen kamen von hochrangigen Persönlichkeiten wie Bezirkshauptmann Karl-Josef Weiss und Vizebürgermeister Alexander Eckhardt, die sich sichtlich begeistert über Margits Lebensweg äußerten.
Margit ist nicht nur eine Tischtennis-Legende, sondern auch ein lebendiges Beispiel dafür, wie man mit Humor und Begeisterung durch das Leben geht. Seit 1946 schwingt sie den Schläger und war die erste niederösterreichische Landesmeisterin. Sie gründete sogar die Tischtennis-Sektion der Union Hollabrunn und leitete diese bis 1992. So wird sie heute nicht nur als eine der ältesten aktiven Tischtennisspielerinnen Europas gefeiert, sondern auch als Inspiration für viele, die den Sport lieben.
Ein Rezept für ein langes Leben
Ihr Lebensrezept ist denkbar einfach: „Freude und Bewegung“. Margit lebt es vor. Ihr Engagement für den Sport hat ihr auch im Alter von über 100 Jahren eine bemerkenswerte Fitness und geistige Wendigkeit beschert. So gewann sie bei den European Veterans Championships 2019 in Budapest die Silbermedaille im Bewerb 94+. Einfach unglaublich, oder? Neben dem Sport hat sie auch ihre Familie, den Weinbau und ihre Heimat Hollabrunn in ihr Herz geschlossen. Diese Aspekte ihres Lebens gibt sie mit Leidenschaft weiter und zeigt, dass man nie zu alt ist, um sich für etwas zu begeistern.
„Ich verfolge das Zeitgeschehen und arbeite an meiner persönlichen Chronik“, erzählt sie mit einem Lächeln. Das zeigt, wie wichtig ihr die Verbindung zur Welt um sie herum ist. Ihre positive Lebenseinstellung ist ansteckend – sie ist überzeugt, dass die Freude zu ihrem hohen Alter beigetragen hat. Und das spürt man, wenn man sie sieht!
Tischtennis und seine positiven Effekte
Interessanterweise gibt es nicht nur Margits persönliche Erfahrungen, die ihren aktiven Lebensstil unterstützen. Tischtennis wird allgemein als eine koordinativ anspruchsvolle Aktivität angesehen, die die geistige Fitness im Alter fördern kann. Die Deutsche Alzheimer-Gesellschaft und der Deutsche Olympische Sportbund haben sogar ein Projekt ins Leben gerufen, das die Lebensqualität durch Tischtennis steigern soll. Und das ist nicht ohne Grund! Es wird betont, dass Tischtennis helfen kann, der Demenz vorzubeugen und die Lebensqualität von Betroffenen zu erhöhen.
Wissenschaftliche Studien belegen, dass regelmäßiges Spielen die körperliche und geistige Fitness verbessert. Der Sport fördert nicht nur Ausdauer, Kraft und Beweglichkeit, sondern auch kognitive Fähigkeiten. Das Konzept des „Dual-Tasking“ – also gleichzeitig denken und sich bewegen – hat sich als vorteilhaft für das Gehirn erwiesen. Und das Beste daran? Es gibt kaum Erkrankungen, bei denen vom Tischtennisspielen abgeraten wird. Es ist ein Sport, der bis ins hohe Alter betrieben werden kann.
Margit Schieder ist ein strahlendes Beispiel dafür, wie Sport und Lebensfreude Hand in Hand gehen können. Ihre Geschichte ist eine Inspiration für uns alle – egal in welchem Alter. Sie zeigt, dass es nie zu spät ist, aktiv zu sein und das Leben in vollen Zügen zu genießen. Wer weiß, vielleicht wird sie ja bald wieder bei den nächsten Meisterschaften auf dem Platz stehen und weitere Herzen erobern?
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