Heute, am 5. Mai 2026, schauen wir in Horn auf eine besorgniserregende Entwicklung am Arbeitsmarkt. Im Bezirk Horn steigt die Arbeitslosigkeit weiter an. Laut aktuellen Zahlen sind beim AMS Horn Ende April 439 Personen arbeitslos vorgemerkt, was einem Anstieg von 65 Personen im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Das lässt einen schon etwas schlucken, wenn man bedenkt, dass insgesamt 604 Personen auf Jobsuche sind, auch die Schulungsteilnehmer eingeschlossen. Eine Arbeitslosenquote von 4 Prozent mag im ersten Moment nicht so dramatisch erscheinen, doch der niederösterreichische Durchschnitt liegt bei 6,5 Prozent. Was bedeutet das für die Menschen hier vor Ort?

Der Beschäftigtenstand in Horn sinkt ebenfalls. Knapp unter 12.000 unselbständig Beschäftigte – ein Minus von über 1 Prozent im Jahresvergleich. Wenn wir uns die offenen Stellen anschauen, sind da aktuell 208 beim AMS Horn gemeldet, 22 weniger als noch im letzten Jahr. Im Lehrstellenbereich sieht es noch düsterer aus: nur 13 offene Lehrstellen, ein Minus von 12. Da fragt man sich, wo die ganzen Möglichkeiten für die Jugend geblieben sind.

Anstieg der Arbeitslosigkeit in verschiedenen Gruppen

Die Zahl der arbeitslosen Personen ist bei Frauen um 42 und bei Männern um 23 gestiegen. Besonders alarmierend ist der Anstieg der Arbeitslosigkeit in nahezu allen Altersgruppen, einschließlich der älteren Personen ab 50 Jahren und der Jugendlichen bis 24 Jahren. Das ist ein besorgniserregendes Signal, denn es betrifft die gesamte Gesellschaft. Die Prognosen für dieses Jahr sind ebenfalls wenig erfreulich: Ein BIP-Wachstum zwischen 0,5 und 0,9 Prozent wird erwartet, doch eine weitere Erhöhung der Arbeitslosigkeit um rund 3 Prozent in Niederösterreich steht ins Haus. Das lässt einen schon nachdenklich zurück.

Einen weiteren Faktor, den man nicht ignorieren sollte, sind die strukturellen Entwicklungen am Arbeitsmarkt. Die Pensionierungswelle der Babyboomer-Generation führt zu einem zusätzlichen Fachkräftebedarf. Das AMS setzt daher auf Vermittlung und Qualifizierung, um die Menschen wieder in Arbeit zu bringen. Es bleibt zu hoffen, dass diese Maßnahmen fruchten.

Österreich im nationalen Kontext

<pDoch was bedeutet das alles im größeren Rahmen? Ganz Österreich hat mit der Arbeitslosigkeit zu kämpfen. Laut den Statistiken waren im Jahr 2023 durchschnittlich rund 271.000 Menschen arbeitslos, ein Anstieg von etwa 263.000 im Vorjahr. Nach internationalen Standards, die von der Internationalen Arbeitsorganisation erhoben werden, waren sogar etwa 241.000 Personen erwerbslos. Die Arbeitslosenquote liegt nach nationaler Definition bei 6,4 Prozent und nach internationaler Definition bei 5,1 Prozent. Wien hat dabei die höchste Quote im Bundesländervergleich.

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Österreichs Arbeitsmarkt bewegt sich im EU-Vergleich im Mittelfeld, aber die Prognosen für die kommenden Jahre sind nicht rosig. Für 2025 wird ein Anstieg der Arbeitslosenquote auf 6,5 bis 6,7 Prozent erwartet. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation entwickeln wird und ob die Maßnahmen der Regierung langfristig greifen können, um die Menschen in Horn und darüber hinaus zu unterstützen.

Für weitere Informationen zu den Entwicklungen in Horn und im gesamten Land, können Sie den Artikel auf meinbezirk.at nachlesen.