In Röschitz und Roggendorf wurde kürzlich der Maibaum aufgestellt, und die Veranstaltung lockte zahlreiche Bürgerinnen und Bürger an. Das Gemeinschaftsengagement war dabei einfach zentral. In Roggendorf war sogar Vizebürgermeisterin Patricia Brumüller vor Ort, während die Landjugend in Röschitz, unter der Leitung von Anna-Sophie Krottendorfer und Hannah Kratzer, die gesamte Organisation übernahm. Mit fröhlichem Gesang marschierte die Landjugend am Hauptplatz ein, der Maibaum stolz im Schlepptau. Die Verpflegung der Gäste übernahm der NÖAAB Röschitz, unter der Leitung von Peter Hüttl, und die Besucher konnten sich an regionalen Köstlichkeiten laben.
Ein besonderes Highlight war die Übergabe eines Geschenks an die Familie von Daniela Kaltenböck und ihrem Sohn Jonas, was Bürgermeister Christian Krottendorfer mit herzlichen Glückwünschen begleitete. Seit 2007 wurden insgesamt 28 Geschenke überreicht, was die Verbundenheit der Gemeinschaft unterstreicht. Während der Maibaum mit tatkräftiger Unterstützung von Traktorfahrer Johannes Kölbl aufgerichtet wurde, zeigten die Kinder große Begeisterung für diese alte Tradition. Die Nachtwache beim Maibaum in Röschitz, ein Brauch, der oft von Geselligkeit und Gemeinschaft geprägt ist, wurde ebenfalls hervorgehoben. Unter den Gästen waren zahlreiche Winzer mit ihren Familien, darunter Christoph Berger, Matthias Ruttenstock und Franz Josef Stift, die den festlichen Anlass bereicherten.
Die Tradition des Maibaumaufstellens
Der Maibaum ist nicht nur ein wunderschöner, bunt geschmückter Baumstamm, sondern ein Brauch, der den Beginn des Frühlings feiert und Gemeinschaft stiftet. Am 1. Mai, einem Tag, der in vielen Dörfern und Städten zelebriert wird, wird der Maibaum aufgestellt – oft in den frühen Morgenstunden. Dabei wird er mit Bändern, Kränzen und regionalen Farben geschmückt, die alle symbolisch für Wachstum, Fruchtbarkeit und neues Leben stehen. Der Brauch hat heidnische Wurzeln und geht auf antike und mittelalterliche Frühlingsriten zurück, die sich vor allem in Süddeutschland, Österreich und Teilen der Schweiz etabliert haben.
Die heutige Form des Maibaumaufstellens ist ein Fest, das von Musik, Trachten, Tanz und Umzügen begleitet wird. Burschenschaften, Vereine oder Zunftgruppen sind meist die treibenden Kräfte hinter diesen festlichen Anlässen. „Maibaumstehlen“ ist dabei ein amüsanter Brauch, bei dem benachbarte Dörfer versuchen, den Maibaum des anderen vor dem Aufstellen zu stehlen. In vielen Regionen bleibt der Maibaum bis zum Sommer stehen, und der Abbau wird oft mit Musik und Festen gefeiert. So wird das Holz dann für Erinnerungsstücke genutzt, was die Verbundenheit zur Tradition noch einmal verstärkt.
Die Maibaumfeste umfassen in der Regel auch Blasmusik, Tanzvorführungen und kulinarische Spezialitäten. Sie sind ein wichtiger Teil der bäuerlichen Kultur und symbolisieren den Übergang zur warmen Jahreszeit, in der die Feldarbeit beginnt. Es ist einfach schön zu sehen, wie diese Tradition so lebendig gehalten wird und die Menschen zusammenbringt. Der Maibaum ist mehr als nur ein Baum – er ist ein Zeichen von Zusammenhalt und Freude.
Für weitere Informationen über die Bedeutung und die Traditionen des Maibaumaufstellens, besuchen Sie bitte diese Seite.
Ein herzliches Dankeschön an alle, die zu diesem wunderbaren Fest beigetragen haben!