In Korneuburg, wo die A22 und die S1 aufeinandertreffen, sorgten zwei Verkehrsunfälle in den letzten Tagen für Aufregung und erhebliche Verkehrsbehinderungen. Am späten Mittwochnachmittag kam es auf der A22 bei Stockerau-Ost zu einem Unfall, der die Fahrtrichtung Hollabrunn stark beeinträchtigte. Ein Pkw wurde nach dem Zusammenstoß fahruntüchtig und blockierte teilweise die Fahrbahn. Die Freiwillige Feuerwehr Korneuburg wurde umgehend zur Einsatzstelle alarmiert, um die Unfallstelle abzusichern und weitere Gefahren für den Verkehr zu verhindern. Wie es oft der Fall ist, kam es zu zähem Vorankommen und zeitweisen Stauungen während der Arbeiten. Die Situation besserte sich erst schrittweise, nachdem das beschädigte Fahrzeug auf ein Abschleppfahrzeug verladen und von der Autobahn entfernt werden konnte. Aber die Nachwirkungen blieben – der Rückstau löste sich nur langsam auf. Mehr Informationen zu diesem Vorfall finden Sie in einem ausführlichen Bericht auf MeinBezirk.
Ein weiterer Unfall mit Gefahrenstoffen
Nur wenige Tage später, am 13. März 2026, wurde die Feuerwehr Korneuburg erneut alarmiert. Diesmal ging es um einen schwereren Vorfall: Auf der Auffahrt von der S1 zur A22 kippte ein LKW um und blieb seitlich auf der Fahrbahn liegen. Das Besondere? Der LKW transportierte rund 10.000 Liter Ammoniumchlorid. Diese anorganische chemische Verbindung ist farblos und geruchlos, aber die Gefahr, die von einem unsachgemäßen Austritt ausgeht, ist nicht zu unterschätzen. Der Fahrer und sein Beifahrer erlitten Verletzungen, eine Person musste sogar mit einem Notarzthubschrauber ins Krankenhaus geflogen werden, während die andere mit einem Rettungswagen transportiert wurde.
Die Feuerwehr Korneuburg, unterstützt vom Schadstoffzug Gänserndorf, musste rasch handeln. Neben der Absicherung der Unfallstelle waren Brandschutzmaßnahmen und die Kontrolle des Transportbehälters auf Undichtigkeiten notwendig. Das Ammoniumchlorid wurde kontrolliert in einen Ersatztransport-LKW umgepumpt. Hierbei kamen Schutzstufe 2 und spezielle Pumptechnik zum Einsatz. Insgesamt waren rund 60 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei an dem mehrstündigen Einsatz beteiligt. Eine spezialisierte Fachfirma übernahm schließlich die Bergung des verunfallten LKW. Auch dieser Einsatz zeigt eindrucksvoll, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Rettungsdiensten und Spezialkräften in Gefahrgutlagen ist. Detaillierte Informationen zu diesem Vorfall finden Sie auf Feuerwehr Objektiv.