Feier der Inklusion: Jubiläum und Neueröffnung von Caritas-Wohnhäusern in Österreich
Heute ist der 12.07.2026 und wir werfen einen Blick auf zwei bemerkenswerte Einrichtungen der Caritas in Österreich. Diese Einrichtungen setzen sich mit Leidenschaft für Menschen mit Behinderungen ein und bieten nicht nur Wohnmöglichkeiten, sondern auch ein erfülltes Leben innerhalb der Gemeinschaft.
In Maria Enzersdorf wird das 20-jährige Bestehen des Wohnhauses gefeiert. Hier, im Innenhof des alten Franziskanerklosters, haben sich Bewohner, Mitarbeiter, Angehörige und Wegbegleiter versammelt, um diesen besonderen Anlass gebührend zu feiern. Das Wohnhaus bietet seit zwei Jahrzehnten Betreuung und Wohnmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen. Aktuell leben dort 16 Menschen, von denen 12 von Anfang an dabei sind. Die Einrichtung umfasst zwei Wohngruppen mit individuell gestaltbaren Einzelzimmern. Gemeinsame Koch-, Ess- und Wohnbereiche schaffen eine einladende Atmosphäre, in der sich jeder wohlfühlen kann. Die rund um die Uhr verfügbare Betreuung unterstützt die Bewohner dabei, aktiv am Leben teilzunehmen. Ein besonderes Highlight sind die Freizeitangebote, die die gesellschaftliche Teilhabe fördern. Und für die, die gerne an der frischen Luft sind: Eine Gruppe hat eine Terrasse, während die andere einen Balkon hat!
Besonderheiten und Werte der Gemeinschaft
Das Wohnhaus in Maria Enzersdorf hat sich in den ersten Jahren nach dem Einzug umfassend verändert. Die Bewohner haben die Möglichkeit, aktiv mitzugestalten und ihre Anliegen zu vertreten. Vielfalt und Mitbestimmung sind zentrale Werte der Einrichtung. Die Integration in die Gemeinde ist gelungen, mit Zugang zu Einkaufsmöglichkeiten, medizinischer Versorgung und öffentlichen Verkehrsmitteln. Auch die Zivildienstleistenden und Freiwilligen sind hier gerne gesehen. Einrichtungsleiter und Interessenvertreterin betonen die besondere Gemeinschaft, die im Wohnhaus entstanden ist. Bei den Jubiläumsfeierlichkeiten gab es nicht nur Verköstigung, sondern auch eine durchweg gute Stimmung, die das Miteinander widerspiegelt.
Während in Maria Enzersdorf das Jubiläum gefeiert wird, hat kürzlich in Zellerndorf eine offizielle Eröffnung des neu sanierten Wohnhauses stattgefunden. Sozial Landesrätin Christiane Teschl Hofmeister leitete die Feierlichkeiten, die von einer festlichen Atmosphäre mit Musik und einem Segensgruß von Prälat Franz Mantler begleitet wurden. Das neue Wohnhaus bietet Platz für 15 Menschen mit intellektueller und/oder mehrfacher Behinderung und hat zusätzlich Platz für eine Tagesbetreuung von weiteren zehn Personen. Die umfassenden Sanierungsmaßnahmen haben das Gebäude modernisiert: Ein Lift, neue Pflegebäder, automatisierte Türen und barrierefreie Sanitäranlagen wurden installiert. Besonders hervorzuheben ist der Umbau aller Doppelzimmer zu Einzelzimmern – für mehr Privatsphäre und ein selbstbestimmtes Leben.
Ein Ort des Wohlfühlens
Caritasdirektor Klaus Schwertner betont die gesellschaftliche Bedeutung solcher Projekte. Die Finanzierung wurde durch das Land Niederösterreich, Spenden von „Licht ins Dunkel“ und EU-Mittel gesichert. Bei der feierlichen Eröffnung schnitt Bürgermeister Markus Baier gemeinsam mit weiteren Gästen, darunter Landtagsabgeordneter Richard Hogl und Bezirkshauptmann Karl-Josef Weiss, eine rote Schleife durch – ein symbolischer Akt für die offizielle Übergabe des Wohnhauses. Die Wohnhausleiterin Michaela Piskur und die Bewohner führten die Gäste durch die neuen Räumlichkeiten und gaben persönliche Einblicke in ihren Alltag, was die Bedeutung und den Charme des Ortes unterstrich.
Beide Einrichtungen zeigen, wie wichtig es ist, Räume zu schaffen, in denen Menschen mit Behinderungen nicht nur wohnen, sondern auch leben können – ganz im Sinne von Inklusion und Barrierefreiheit. Der Einsatz der Caritas und das Engagement der Gemeinschaft machen diese Orte zu einem Zuhause, in dem sich jeder wohlfühlen kann.
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