In der Nacht vom 2. auf den 3. Mai 2026 fand im Tunnel Vösendorf eine groß angelegte Übung der Feuerwehren statt. Das Szenario? Ein LKW-Brand, der zu einem dramatischen Auffahrunfall zwischen zwei PKW und einem vollbesetzten Linienbus führte. Was für ein Aufgebot! Insgesamt 160 Feuerwehrmitglieder waren im Einsatz, um die Lage unter Kontrolle zu bringen, darunter die Feuerwehren Vösendorf, Hennersdorf und Brunn am Gebirge. Die Hauptaufgaben waren klar: schnelle Menschenrettung und effektive Brandbekämpfung. Und das in einem Tunnel, wo die Bedingungen alles andere als ideal sind.
Die Verletzten wurden schnell an den Rettungsdienst übergeben, der strategisch in Fahrtrichtung Schwechat positioniert war. Eine Triage wurde eingerichtet, um die Patienten nach Lebensbedrohlichkeit zu versorgen – und das alles unter dem Druck der Zeit! Nach der Brandbekämpfung folgte die Bergung der verunfallten Fahrzeuge, damit die Verkehrswege schnellstmöglich wieder freigemacht werden konnten. Die Anspannung war spürbar, als die Einsatzkräfte ihre Arbeiten verrichteten. Es ist immer wieder beeindruckend zu sehen, wie koordinierte Teamarbeit in Krisensituationen funktioniert.
Zusammenarbeit und Nachbesprechung
Besonders bemerkenswert war die Nachbesprechung, an der auch Vertreter der beteiligten Organisationen teilnahmen. Bezirksfeuerwehrkommandant-Stellvertreter Christian Giwiser und Abschnittsfeuerwehrkommandant Christian Fröhlich führten durch die Auswertung. Weitere Organisationen wie das Rote Kreuz aus Mödling und Brunn am Gebirge, die Autobahnpolizeiinspektion Schwechat sowie die Bezirkshauptmannschaft waren ebenfalls anwesend. Sogar die Bürgermeisterin und ASFINAG waren vertreten – das zeigt, wie wichtig solche Übungen für die Verkehrssicherheit sind.
Gemäß dem Straßentunnel-Sicherheitsgesetz sind Tunnelübungen alle vier Jahre vorgeschrieben, um die Sicherheit im Straßenverkehr zu gewährleisten. Dies ist nicht nur eine gesetzliche Vorgabe, sondern auch eine ernsthafte Notwendigkeit, die im besten Fall Leben rettet. In diesem Zusammenhang wird auch deutlich, wie wichtig ein gut strukturiertes Notfallmanagement ist – ein Thema, das nicht nur die Feuerwehr betrifft.
Notfallmanagement im Fokus
Hier kommt der BSI-Standard 100-4 ins Spiel, der den Notfallmanagementprozess für Unternehmen und Behörden behandelt. Der Standard zielt darauf ab, die Reaktion auf Notfälle und Krisen durch ausreichende Vorbereitung zu verbessern. Er bietet ein Vorgehensmodell zur Einführung, zum Betrieb und zur Weiterentwicklung des Notfallmanagements. In einem Lehrgang, der wichtige Aspekte des Notfallmanagements vermittelt, liegt der Schwerpunkt auf Planungsaktivitäten zur Entwicklung von Notfallvorsorgekonzepten. So wird nicht nur im Tunnel geübt, sondern auch in den Köpfen der Menschen.
Für Interessierte gibt es die Möglichkeit, Kursinhalte als PDF herunterzuladen und sich beispiellösungen zum Notfallmanagement anzusehen. So kann jeder einen Beitrag zur Sicherheit leisten, sei es im Beruf oder im Alltag. Ein durchdachtes Notfallmanagement ist schließlich nicht nur für die Feuerwehr wichtig, sondern für alle, die in einem Notfall schnell und effektiv handeln müssen. Das ist ein Thema, das uns alle betrifft.