In Neunkirchen gab es kürzlich eine erfreuliche Nachricht aus der Bildungslandschaft: Wolfgang Ruzicka, der Bürgermeister von Schottwien und Praxislehrer an den Tourismusschulen am Semmering, wurde der Titel „Oberschulrat“ verliehen. Das ist nicht nur ein Titel, sondern auch eine Auszeichnung für sein Engagement im Bereich Theorieunterricht in Ernährung und Lebensmitteltechnologie. Ein echter Grund zur Freude für die gesamte Schulgemeinschaft!
Sein Kollege, Fachvorstand Thomas Gasteiner, lobte Ruzickas Loyalität und Einsatz, während Direktor Jürgen Kürner die Bedeutung von Ruzicka für die Schülerinnen und Schüler betonte. Es wird deutlich, dass Ruzicka eine tragende Säule in Projekten wie der Küche-der-Zukunft-Challenge war. Außerdem engagiert er sich als Personalvertreter und ist ein Ansprechpartner für Kolleginnen und Kollegen. „Wir brauchen solche Lehrer, die mit Herz und Verstand dabei sind“, so Abteilungsleiter Heinz Kerschbaumer.
Bildung im Wandel
Die Welt der Bildung verändert sich rasant. Der OECD Lernkompass 2030 zeigt auf, welche Kompetenzen Schüler*innen in Zukunft brauchen werden. Ein zentrales Thema ist die Entwicklung der eigenständigen Gestaltungs- und Handlungskompetenz, auch bekannt als Student Agency. In diesem Kontext sind Lehrer wie Ruzicka besonders wichtig, denn sie sind diejenigen, die die nächste Generation auf diese Herausforderungen vorbereiten. Die Innovationskraft an Schulen wird auch in Fachmagazinen wie „Plan BD“ und durch Initiativen wie „Bildung 2040“ diskutiert.
Gerade die Pandemie hat uns vor Augen geführt, wie wichtig digitale Bildung ist. Schulschließungen haben die Herausforderungen des digitalen Unterrichts deutlich gemacht. In Österreich ist digitale Grundbildung seit dem Schuljahr 2022/23 ein Pflichtfach für die Sekundarstufe I. Schüler:innen lernen dort alles von Algorithmen über sichere Passwörter bis hin zu Künstlicher Intelligenz – Themen, die in einer digitalen Zukunft unerlässlich sind.
Die digitale Zukunft gestalten
Doch es gibt auch Herausforderungen: Eine erste Befragung unter Lehrenden zeigt, dass mehr als 55% ihre Kenntnisse in diesen Bereichen als „befriedigend“ oder schlechter bewerten. Das ist bedenklich, denn die digitale Bildung ist nicht nur ein Trend, sie ist eine Pflicht für das Wirtschaftswachstum und die Zukunftschancen junger Menschen in Österreich. Hierbei kommen Initiativen wie EdTech Austria ins Spiel, die die Zusammenarbeit zwischen Start-ups und Bildungseinrichtungen fördern und so frischen Wind in die Bildungslandschaft bringen.
Ein weiterer Aspekt, der nicht außer Acht gelassen werden sollte, ist die Chancengleichheit zwischen Schultypen und Regionen. Manchmal wird der Zugang zu digitaler Bildung durch technische Ausstattung oder das digitale Know-how der Lehrkräfte eingeschränkt. Das Bildungsministerium hat jedoch einen 8-Punkte-Plan verabschiedet, um diesen Herausforderungen zu begegnen und die digitale Grundbildung nachhaltig zu integrieren.
Wolfgang Ruzicka hat in seiner Rolle als Lehrer und Oberschulrat sicherlich viel Einfluss auf die Entwicklung seiner Schülerinnen und Schüler. Mit seinem Engagement und seiner Erfahrung wird er nicht nur seine eigene Schule bereichern, sondern auch als Vorbild für viele andere Lehrer fungieren, die sich in diesem dynamischen und herausfordernden Bildungsumfeld behaupten möchten.
