Heute ist der 23.06.2026. Ein schöner Tag, um sich mit der Natur zu beschäftigen! In Tulln, am Rand des Wienerwaldes, öffnete „Natur im Garten“ die Türen zu einem faszinierenden Gastgarten, der uns in die Welt der Pflanzen entführt. Hier wird die Tomatenkultur am Balkon thematisiert, und das nicht ohne Grund. Denn diese kleinen, roten Früchte sind nicht nur lecker, sondern auch sehr beliebt bei Hobbygärtner:innen. Karl Ploberger zeigt, wie man im Topf Tomaten bereits Anfang Juni kultivieren kann. Großzügige Gefäße, lockeres, torffreies Substrat mit Kompost und Zeolith zur Wasser- und Nährstoffspeicherung sind dabei die perfekten Zutaten für ein erfolgreiches Wachstum. Langzeitdünger darf natürlich auch nicht fehlen – die kleinen Pflanzen brauchen schließlich die richtige Pflege!

Ein weiteres Highlight ist der kriechende Günsel, über den die Kräuterhexe Uschi Zezelitsch informiert. Dieser bietet mit seinen blauen Blütenteppichen in Wiesen nicht nur einen tollen Anblick, sondern auch Nahrung für Insekten. Ein Rezept für den Günsel-Kater-Trunk, der aus Günseltee, Tomatensaft, Zitronensaft und Kaisernatron besteht, sorgt für erfrischenden Genuss an heißen Sommertagen.

Der Natur Ideen Garten

Der Garten Tulln präsentiert zudem den „Natur Ideen Garten“, der Impulse für klimafitte und lebendige Grünräume gibt. Besonders beeindruckend ist das Gartenprojekt von Till Jelitto in Klosterneuburg. Hier wird die Landschaft kreativ in die Gestaltung integriert. Auf einer Fläche von 600 Quadratmetern finden sich Stauden, Gräser, Gehölze, ein Teich und eine geschwungene Steinmauer. Das sorgt für eine harmonische Atmosphäre, in der man gerne verweilt.

Die Gärtnerinnen in Tulln stellen außerdem ein Regenbeet vor, das mit standorttoleranten Pflanzen das Mikroklima verbessert und die Artenvielfalt fördert. Eine neu errichtete Trockensteinmauer, die traditionelles Handwerk ohne Mörtel zeigt, ist ein weiteres Beispiel für die Verbindung von Ästhetik und Funktionalität. Und das Kräuterhochbeet? Das nutzt das warme Mauerklima und bietet Lebensräume für kleine Tiere – einfach genial!

Urbane Landwirtschaft im Fokus

In der heutigen Zeit, in der urbane Landwirtschaft immer mehr an Bedeutung gewinnt, ist es interessant zu wissen, dass eine internationale Studie, an der auch Deutschland beteiligt ist, die CO2-Bilanz urbaner Anbauflächen untersucht. Diese Studie hat gezeigt, dass der durchschnittliche CO2-Fußabdruck urbaner Landwirtschaft bei 0,42 kg CO2e pro Portion liegt. Zum Vergleich: Das ist sechs Mal höher als in der konventionellen Landwirtschaft. Ein positiver Aspekt bleibt jedoch der Tomatenanbau – hier schneiden urban angebaute Tomaten mit nur 0,17 CO2e pro Portion besser ab als konventionell angebaute mit 0,27 CO2e.

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Um die CO2-Bilanz zu verbessern, schlägt die Studie drei Maßnahmen vor: eine längere Nutzung der Infrastruktur, eine bessere Nutzung städtischer Abfälle und eine Erhöhung des Einsatzes von Regenwasser zur Bewässerung. Zentrale Kompostaufbereitung und Schulungen für Kleingärtner könnten den Treibhausgasausstoß sogar um 40% senken. Das zeigt, wie wichtig es ist, urbane Landwirtschaft zu fördern und gleichzeitig die sozialen und gesundheitlichen Vorteile des Gärtnerns nicht zu vernachlässigen.

Es bleibt spannend, wie sich die Gartenkultur in den kommenden Jahren entwickeln wird. Vielleicht wird der Gastgarten in Tulln ja der Anfang von vielen weiteren inspirierenden Projekten, die uns zeigen, wie grün die Zukunft sein kann.

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