Tulln wird von Greenpeace als Naturstadt-Pionier ausgezeichnet
Heute ist der 23.06.2026 und in Tulln gibt es Grund zur Freude: Die Stadt wurde von Greenpeace als Naturstadt-Pionier ausgezeichnet! Diese Ehrung kommt nicht von ungefähr, denn Tulln hat einen bemerkenswerten Grünflächenanteil von 47,2 Prozent. Damit landet die Stadt unter den Top-10 der 80 größten österreichischen Städte mit über 10.000 Einwohner:innen. Das bedeutet, dass Tulln nicht nur eine hohe Lebensqualität bietet, sondern auch aktiv zur Verbesserung des Stadtklimas beiträgt.
Die Analyse von Greenpeace, die Satellitendaten der größten Städte Österreichs ausgewertet hat, zeigt, dass nur 13 Gemeinden einen Grünflächenanteil von 45 Prozent oder mehr aufweisen. Lustenau führt die Liste mit 55,3 Prozent an, gefolgt von Bad Vöslau und Ebreichsdorf. Tulln hat sich aber auf jeden Fall einen Platz im oberen Drittel gesichert, was die Stadt zu einem Vorreiter in Bezug auf umweltfreundliche Stadtentwicklung macht.
Ökologische Maßnahmen und Lebensqualität
Bürgermeister Peter Eisenschenk sieht die Auszeichnung als Bestätigung für die Bemühungen der Stadt, die Lebensqualität ihrer Bürger:innen zu steigern. Ein besonderes Highlight ist die Neugestaltung des Nibelungenplatzes, der von einer grauen Asphaltfläche in einen einladenden, begrünten Aufenthaltsraum verwandelt wurde. Diese Umgestaltung hat nicht nur das Stadtbild verschönert, sondern unterstützt auch den lokalen Handel und trägt zur Belebung der Innenstadt bei.
Eine Standortanalyse von CIMA GmbH bestätigt, dass Tulln viele Dinge richtig macht. Die Erhöhung der Aufenthaltsqualität in der Innenstadt ist ein zentrales Ziel. Solche Maßnahmen sind auch Teil der gesamten Strategie, die die Stadt verfolgt, um den Herausforderungen des Klimawandels entgegenzuwirken. Greenpeace-Expertin Melanie Ebner hebt die Vorteile von mehr Grün in Stadtzentren hervor: Schutz vor Hitze, Lebensräume für Tiere und eine Verbesserung der Luftqualität. Grünflächen filtern Feinstaub und dämpfen Lärm – das sind alles Aspekte, die das Leben in der Stadt angenehmer machen.
Ein Blick in die Zukunft
Aber Tulln ist nicht allein auf diesem Weg. Greenpeace fordert alle Bürgermeister:innen auf, Städte zu ergrünen und eine Naturstadt-Garantie einzuführen. Diese Garantie soll den Schutz und Ausbau von Grünflächen sichern und könnte gesetzlich verankert werden. In der Tat gibt es in vielen Städten wie Mödling, Baden und Stockerau noch Aufholbedarf, aber sie sind auf einem guten Weg, ebenfalls NaturStadt-Pioniere zu werden.
Die S-Bahn Wien Stammstrecke wird zudem modernisiert, was den Komfort und die Zuverlässigkeit im öffentlichen Verkehr erhöhen soll. Das könnte ebenfalls dazu beitragen, dass mehr Menschen für ihre täglichen Wege auf die öffentlichen Verkehrsmittel umsteigen und somit den Verkehr reduzieren. Ein weiterer Schritt in die richtige Richtung, um Tulln noch grüner zu gestalten.
Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich Tulln und andere Städte in Österreich weiter entwickeln. Die Notwendigkeit, den urbanen Raum zu begrünen und lebenswerter zu gestalten, wird immer deutlicher. Letztlich ist es ein gemeinsames Ziel, die Lebensqualität in unseren Städten zu steigern und den Herausforderungen des Klimawandels aktiv entgegenzuwirken. Tulln hat mit dieser Auszeichnung einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung gemacht – und das ist erst der Anfang!
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