Wiener Neustadt verabschiedet sich von einer herausragenden Persönlichkeit: Dr. Helmut Trimmel, Primar am Universitätsklinikum Wiener Neustadt, geht nach über 30 Jahren in den Ruhestand. Mit seiner beeindruckenden Karriere hat er nicht nur die Abteilung für Anästhesie, Notfall- und Allgemeine Intensivmedizin geprägt, sondern auch maßgeblich am Aufbau des Flugrettungszentrums in Österreich mitgewirkt. Bürgermeister Klaus Schneeberger lud Trimmel zu einer feierlichen Verabschiedung im Neuen Rathaus ein, um ihm für seine bedeutenden Beiträge zur Notfallmedizin und der medizinischen Versorgung in Wiener Neustadt zu danken.
Dr. Trimmel übernahm 1999 die Leitung der Abteilung und hat in dieser Zeit zahlreiche Innovationen angestoßen. Nach 26 Jahren als Primar übergab er die Leitung an Dr. Harald Willschke. Seine Rückschau auf die Entwicklungen in seiner Abteilung und im Klinikum ist geprägt von bedeutenden Meilensteinen, wie der Entwicklung einer hochqualitativen notfallmedizinischen Versorgung und der Etablierung eines zweiten Hubschrauberstandorts für Intensivtransporte. Zudem war er federführend beim Aufbau des Sekundär-NAW-Systems für Niederösterreich und der Einführung des „Telefonarztes“ für den 141er Dienst. Trimmel wird nicht umsonst als der „Vater des Christophorus“ bezeichnet und gilt als längst dienender Flugrettungsarzt mit 34 Dienstjahren an Bord der Rettungshubschrauber.
Einflussreiche Innovationen in der Notfallmedizin
Die Stadt Wiener Neustadt würdigte Trimmels Engagement für die Flugrettung und den Christophorus-Stützpunkt. Mit seiner Vision und seinem unermüdlichen Einsatz hat er die Notfallmedizin in der Region nachhaltig beeinflusst. Seine Ausbildungsreform für Notärztinnen und Notärzte hat neue Maßstäbe gesetzt und zur Verbesserung der Qualität in der Notfallversorgung beigetragen. Bürgermeister Klaus Schneeberger wünschte ihm alles Gute und Gesundheit in der Pension, was für den scheidenden Primar eine neue Lebensphase einläutet.
Eine bedeutende Entwicklung im Bereich der Notfallmedizin steht Österreich ebenfalls bevor: Die Vollversammlung der Österreichischen Ärztekammer hat der Spezialisierung Klinische Akut- und Notfallmedizin zugestimmt. Diese Entscheidung, die am 16.12.2024 in einer Novelle zur Spezialisierungsverordnung verlautbart wurde, wird am 1. Juni 2025 in Kraft treten. Österreich hat damit eine strukturierte Ausbildung für die ärztliche Tätigkeit in Notfallabteilungen geschaffen. Die Fachgesellschaft unterstützt die Umsetzung in Abstimmung mit der ÖÄK und dem Bundesministerium. Österreich, Spanien und Portugal haben nun eine Vorreiterrolle in der Ausbildung in innerklinischer Notfallmedizin.
Für Dr. Trimmel und die von ihm geprägte Abteilung ist dies ein weiterer Schritt in eine zukunftsorientierte Notfallmedizin, die auf den soliden Grundlagen basiert, die er gelegt hat. Sein Rücktritt markiert nicht nur das Ende einer Ära, sondern auch den Beginn neuer Möglichkeiten für die nachfolgenden Generationen von Medizinern in der Notfallversorgung.
Für weitere Informationen über Dr. Helmut Trimmels Verabschiedung und seine Verdienste, besuchen Sie bitte die Quelle oder lesen Sie die ausführlichen Berichte in Kurier. Für Informationen zur neuen Spezialisierungsverordnung besuchen Sie bitte AAEM.