Am 6. Mai 2026 war es endlich soweit: Der neue Cityjet Doppelstockzug der ÖBB feierte seine Premiere. Die Präsentation fand in Wien statt und war ein echtes Ereignis, bei dem zahlreiche Vertreter aus Politik und Wirtschaft anwesend waren. Unter ihnen waren Peter Spuhler von Stadler, Omar Al-Rawi vom Land Wien, Peter Hanke aus dem Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur und natürlich der CEO der ÖBB, Andreas Matthä. Auch Udo Landbauer und Florian Krumböck aus Niederösterreich waren dabei, um das neue Prachtstück der Schienenverkehrstechnik zu begutachten.

Der neue Cityjet Doppelstockzug wird ab Ende Juni auf der Strecke von Wien nach Payerbach/Reichenau eingesetzt und verspricht, die Reise für viele Pendler und Reisende angenehmer zu gestalten. Mit einem Investitionsvolumen von etwa 1,5 Milliarden Euro in 109 neue Züge ist dies ein Teil eines größeren Programms, das bis 2030 insgesamt 6,1 Milliarden Euro für 330 neue Züge umfasst. Das sind beeindruckende Zahlen, die zeigen, wie ernst es den ÖBB mit der Verbesserung des Nahverkehrs ist.

Komfort und Kapazität im Fokus

Die neuen Doppelstockzüge bieten eine Reihe von Annehmlichkeiten, die das Reisen noch angenehmer machen. Von bequemen Sitzen über barrierefreie Ein- und Ausstiegsbereiche bis hin zu modernen Mehrzweckbereichen für Fahrräder und Kinderwägen – hier wurde an alles gedacht. Die technische Ausstattung ist ebenso beeindruckend: Eine Maximalgeschwindigkeit von 160 km/h und eine Sitzplatzkapazität von bis zu 591 Personen in der sechsteiligen Variante zeigen, dass diese Züge für den Nahverkehr bestens gerüstet sind.

Besonders auffällig ist, dass die neuen Züge bis zu 25% mehr Sitzplätze bieten, was gerade in Stoßzeiten einen erheblichen Unterschied machen dürfte. Die Klimaautomatik sorgt zudem dafür, dass das Klima im Zug stets angenehm bleibt – ein echter Pluspunkt für die Sommermonate. Und wer seine elektronischen Geräte mitnehmen möchte, findet Steckdosen mit USB-Anschlüssen – so bleibt man auch unterwegs immer connected. Gratis WLAN und moderne Reisendeninformationssysteme runden das Angebot ab.

Die Rolle der Bahn in der Mobilitätswende

Mobilitätsminister Peter Hanke betonte in seiner Rede die immense Bedeutung der Schiene für die zukünftige Mobilitätswende in Österreich. Auch Omar Al-Rawi hob hervor, wie entscheidend die Bahn und die S-Bahn als Standortfaktoren für Wien sind. Florian Krumböck fügte hinzu, dass die Bahn in Niederösterreich eine tragende Rolle spielt und die Nutzung im Nahverkehr stetig steigt. Udo Landbauer unterstrich, dass die neuen Züge nicht nur mehr Platz, sondern auch mehr Komfort bieten, was für die Nutzer von großer Bedeutung ist.

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Ein Blick auf die Zahlen zeigt, dass die ÖBB im Jahr 2025 bereits 559 Millionen Fahrgäste und 79 Millionen Tonnen Güter transportiert hat. Das ist eine gewaltige Leistung! Die Pünktlichkeit von 94,1% im Personenverkehr ist ebenfalls erwähnenswert. Die ÖBB investiert jährlich über 5 Milliarden Euro in die Bahninfrastruktur und ihre Flotte und beschäftigt mehr als 48.000 Mitarbeiter, darunter 2.145 Lehrlinge. Diese Zahlen verdeutlichen, wie ernst die ÖBB ihre Verantwortung nimmt.

Ein weiterer interessanter Aspekt ist der Vergleich mit anderen Ländern. Österreich investiert pro Kopf 336 Euro in sein Schienennetz, was im europäischen Vergleich einen hohen Stand darstellt. Deutschland hingegen liegt mit 115 Euro deutlich darunter. Maria Leenen von SCI Verkehr merkt an, dass Länder, die früher in ihre Schienen investiert haben, heute davon profitieren. Es bleibt abzuwarten, ob die ÖBB durch die neuen Investitionen in die Infrastruktur und die Flotte langfristig einen Wettbewerbsvorteil erzielen kann. Die Zukunft des Schienenverkehrs in Österreich sieht auf jeden Fall vielversprechend aus.