In Wiener Neustadt ist die Bedeutung regionaler Produkte für die Gastronomie nicht zu übersehen. Frische Lebensmittel wie Erdäpfel, Paradeiser und Eier kommen direkt von den lokalen Bauern und bringen ein Stück Heimat auf die Teller der Gäste. Manuel Zusag, der Obmann der Bezirksbauernkammer, hebt hervor, dass regionale Produkte nicht nur die Wertschöpfung in der Region fördern, sondern auch den Bauern Absatzmöglichkeiten sichern. Das ist doch ein Gewinn für alle, oder?

Die Herkunftskennzeichnung von Lebensmitteln schafft Transparenz und stärkt das Vertrauen der Gäste. Immer mehr Menschen möchten wissen, woher ihre Lebensmittel stammen. Rund 180 Wirte in Niederösterreich setzen bereits auf diese Kennzeichnung. Sie gelten als Vorbilder für die Branche und entsprechen den Wünschen vieler Gäste. So können die Besucher bewusst Entscheidungen treffen und die heimische Landwirtschaft unterstützen. Beliebte regionale Produkte bei Wirten sind Fleisch- und Wurstwaren, saisonales Gemüse, Obst, Milchprodukte, Eier, Wein und Most. Die Vielfalt der landwirtschaftlichen Betriebe im Bezirk ermöglicht ein hochwertiges und authentisches Angebot. Es ist einfach schön zu sehen, wie viele unterschiedliche Geschmäcker und Traditionen hier aufeinandertreffen! [1]

Herkunft und Qualität im Fokus

Doch das Thema Herkunftskennzeichnung beschäftigt die Gastronomie nicht erst seit gestern. Am 23. August 2023 wurde bekannt, dass Gastrobetriebe mit dem AMA GENUSS REGION-Zeichen ihre Qualitäts- und Herkunftskennzeichnung freiwillig umsetzen können. Rund 1.400 Partnerbetriebe deklarieren bereits die Herkunft ihrer Zutaten und setzen überwiegend auf regionale Produkte. Man könnte sagen, dass dies ein echter Trend ist, denn 2022 wurden täglich etwa 3,5 Millionen Mahlzeiten außer Haus konsumiert. Davon entfallen 40 Prozent auf die Gemeinschaftsverpflegung. Diese Zahl ist enorm und zeigt, wie wichtig es ist, auch hier auf die Herkunft zu achten.

Eine interessante Wendung gibt es ab dem 1. September 2023, denn dann gilt für die Gemeinschaftsverpflegung eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung. Für die restlichen 60 Prozent der Außer-Haus-Verpflegung, insbesondere in der Gastronomie, gilt diese Regelung jedoch nicht. Die Diskussion darüber ist im Gange und lässt die Gemüter nicht kalt. Christina Mutenthaler-Sipek, Geschäftsführerin von AMA-Marketing, erwähnt, dass die Betriebszertifizierung – AMA GENUSS REGION – bereits 2020 eingeführt wurde und mittlerweile viele Partnerbetriebe umfasst, die freiwillig die Herkunft ihrer Rohstoffe deklarieren. [2]

Ein Blick in die Zukunft

Wie wird es weitergehen? Die Diskussionen über die Herkunftskennzeichnung in der Gastronomie sind sicherlich nicht zu Ende. Die Einhaltung dieser Standards könnte sich in Zukunft als entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe herausstellen. Es bleibt spannend zu beobachten, wie Gastronomiebetriebe, Gäste und Bauern gemeinsam an einem Strang ziehen, um die regionale Landwirtschaft zu stärken und den Gästen ein gutes Gewissen beim Genuss ihrer Mahlzeiten zu ermöglichen. In jedem Fall zeigt sich, dass die Verbindung zwischen dem, was wir essen, und wo es herkommt, immer wichtiger wird.

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