Am 30. April 2026 war es wieder soweit: Auf dem Kampparkplatz in Zwettl wurde der traditionelle Maibaum aufgestellt. Bei herrlichem Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen strömten die Menschen herbei, um dieses besondere Ereignis zu feiern. Die Vorfreude war förmlich greifbar. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von dem bekannten Musikverein C.M. Ziehrer, dessen Klänge die festliche Atmosphäre perfekt unterstrichen.
Die Tradition des Maibaumaufstellens in Zwettl hat ihre Wurzeln in der Zusammenlegung der 14 ehemaligen Gemeinden zur Großgemeinde im Jahr 1970. Jedes Jahr übernimmt eine der ehemaligen Gemeinden die Verantwortung für das Aufstellen des Maibaums, um die Verbundenheit zwischen Stadt und Land zu symbolisieren. In diesem Jahr war die Ortsbevölkerung von Stift Zwettl an der Reihe, und sie haben sich wirklich ins Zeug gelegt. Der Maibaum wurde aus dem Stiftswald von Abt Johannes Maria Szypulski OCist gesponsert und ist nun weithin sichtbar über Zwettl aufgestellt.
Ein Fest für Jung und Alt
Die Aufstellung des Maibaums dauerte nur eine halbe Stunde – unterstützt von engagierten Mitgliedern des Ortserneuerungsvereins und der Freiwilligen Feuerwehr. Es war beeindruckend zu sehen, wie schnell und effizient das Ganze vonstatten ging. Die Menschen versammelten sich um den Baum, der mit bunten Bändern und regionalen Farben geschmückt war, und genossen ein tolles kulinarisches Angebot: Kistenfleischburger, süße Köstlichkeiten und erfrischende Getränke wurden angeboten. Es war ein geselliger Treffpunkt für alle Generationen, der die Gemeinschaft stärkte und Freude verbreitete.
Der Bürgermeister Franz Mold hielt eine herzliche Begrüßungsrede, in der er den Ortsgemeinschaften für die Ausrichtung der Maifeier dankte. Er erinnerte daran, dass es eine lange Tradition gibt, dass jedes Jahr abwechselnd eine Katastralgemeinde das Maibaumaufstellen übernimmt. Diese Tradition bringt nicht nur die Menschen zusammen, sondern fördert auch den Zusammenhalt innerhalb der Gemeinde.
Der Maibaum – mehr als nur ein Baum
Aber was macht den Maibaum eigentlich so besonders? Er ist nicht nur ein bunt geschmückter Baumstamm, der den Frühling feiert, sondern auch ein Symbol für Wachstum, Fruchtbarkeit und neues Leben. In vielen Dörfern und Städten wird am 1. Mai ein Maibaum aufgestellt, der oft mit Bändern, Kränzen und regionalen Farben verziert ist. Der Brauch hat heidnische Wurzeln und geht auf antike Frühlingsriten zurück. Die heutige Form des Maibaumaufstellens entwickelte sich vor allem in Süddeutschland, Österreich und Teilen der Schweiz.
Traditionell wird der Maibaum von Burschenschaften, Vereinen oder Zunftgruppen aufgestellt, die oft wochenlang dafür üben. Es ist ein festlicher Moment, begleitet von Musik, Trachten, Tanz und Umzügen. Das Maibaumfest selbst umfasst Blasmusik, Tanzvorführungen und kulinarische Spezialitäten – also alles, was das Herz begehrt!
Die Feierlichkeiten rund um den Maibaum hören nicht mit dem Aufstellen auf. In vielen Regionen bleibt der Baum bis zum Sommer stehen, während in anderen der Abbau früher erfolgt. Auch dieser wird oft mit Musik und Festen gefeiert! Und ganz ehrlich: Wer könnte den Charme einer solchen Tradition widerstehen?