In Braunau hat sich etwas getan! Seit April 2023 ist Harald Berger der neue geschäftsführende Vorsitzende des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) Braunau. Der 52-Jährige, der aus St. Georgen am Fillmannsbach stammt, sieht sich einer Reihe von Herausforderungen gegenüber, insbesondere in Zeiten hoher Inflation und Teuerung. „Wir müssen die Arbeitsplätze absichern, denn die Arbeitslosigkeit steigt durch die schwache Konjunktur“, betont er und setzt sich für die Belange der Beschäftigten ein.

Berger möchte den ÖGB Braunau als starke Stimme für die Arbeitnehmer positionieren. Seine Pläne? Der Aufbau neuer Betriebsratskörperschaften, die Stärkung bestehender Körperschaften und ein Ausbau der Zusammenarbeit innerhalb der Arbeitnehmervertretungen stehen ganz oben auf seiner Agenda. „Es braucht mehr Mut und Zusammenhalt“, sagt er und fordert faire Arbeitsbedingungen sowie gerechte Entlohnung. Ein besonderes Anliegen ist ihm die soziale Absicherung, die er als essenziell für die Gesellschaft erachtet. „Jeder sollte Zugang zu medizinischer Versorgung haben und eine faire Pension erhalten“, fügt Berger hinzu.

Berger und seine Wurzeln

Seine berufliche Laufbahn begann mit einer Schlosserlehre, und seit 1998 ist Berger bei der AMAG tätig. Im Jahr 2008 trat er dem Betriebsrat bei und war von 2021 bis 2025 freigestellter Betriebsratsvorsitzender-Stellvertreter für die AMAG Rolling Arbeiter. Im Oktober 2025 wurde er schließlich zum Betriebsratsvorsitzenden der AMAG Rolling Arbeiter gewählt und kurz darauf auch zum Konzernbetriebsratsvorsitzenden der AMAG Austria Metall AG. Diese umfangreiche Erfahrung bringt er nun in seine neue Rolle beim ÖGB ein.

Die Herausforderungen, die auf ihn warten, sind nicht zu unterschätzen. In Deutschland etwa zeigt sich, dass der Krankenstand im europäischen Vergleich im oberen Mittelfeld liegt. Im Jahr beträgt die durchschnittliche krankheitsbedingte Fehlzeit 3,6 Wochen. Dabei sind die Ursachen für die steigenden Fehltage vielschichtig. Psychische Erkrankungen spielen eine große Rolle, und auch die Nachwirkungen der Corona-Pandemie sind nicht zu unterschätzen. Es ist kein Zeichen von Faulheit, sondern eher ein Wandel im Bewusstsein der Arbeitnehmer, der dazu führt, dass sich mehr Menschen bei Erkältungen zu Hause auskurieren.

Der Blick auf den Arbeitsmarkt

Die Entwicklung des Arbeitsmarktes ist ein zentrales Thema, das auch Berger beschäftigen wird. Die monatlichen Statistiken der Bundesagentur für Arbeit bieten umfassende Informationen zu Arbeitslosigkeit, Unterbeschäftigung und anderen relevanten Aspekten des Arbeitsmarktes. Ein Blick auf diese Daten zeigt, dass viele der Stellenangebote von Arbeitgebern bei Arbeitsagenturen gemeldet werden, was die Notwendigkeit einer aktiven Arbeitnehmervertretung unterstreicht.

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Die Herausforderungen sind also groß, und der Weg ist steinig. Doch mit einem klaren Fokus auf die sozialen Belange der Beschäftigten und einem starken Zusammenhalt könnte Harald Berger dem ÖGB Braunau eine neue Richtung geben. Die kommenden Monate werden zeigen, wie erfolgreich seine Initiativen sein werden und ob er die Stimme der Arbeitnehmer in Braunau tatsächlich stärken kann. Es bleibt spannend!