Heute ist der 18.05.2026 und wir blicken auf die aktuelle Sicherheitslage im Bezirk Braunau. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Die Kriminalität hat sich im Jahr 2025 stabilisiert, mit einem Rückgang um rund 12% auf insgesamt 3.323 registrierte Delikte. Das sind fast 400 Fälle weniger als im Vorjahr! Diese positive Entwicklung ist nicht zuletzt das Resultat gezielter kriminalpolizeilicher Maßnahmen und intensiver Präventionsarbeit, die in den letzten Jahren verstärkt wurden. Besonders die Jugend- und Suchtmittelkriminalität stehen dabei im Fokus der Polizei.
Die häufigsten Deliktbereiche sind nach wie vor die Vermögensdelikte mit 1.663 Fällen, gefolgt von den Gewaltdelikten, die bei 678 Anzeigen liegen. Suchtmitteldelikte machen 265 Fälle aus. Interessanterweise ist die Suchtmittelkriminalität um 37% gesunken, was nicht automatisch bedeutet, dass weniger Drogen im Umlauf sind – ein komplexes Thema, das die Polizei weiterhin beschäftigt. Cyberkriminalität und Online-Betrug bleiben nach wie vor problematisch, obwohl die klassischen Einbruchsdiebstähle stark zurückgegangen sind. So gab es im Jahr 2025 nur 19 Einbrüche in Wohnhäuser und 7 Wohnungseinbrüche – im Vorjahr waren es noch 33 bzw. 13.
Ermittlungen und Aufklärung
Die Aufklärungsquote im Bezirk Braunau bleibt konstant hoch bei 65,6%, was über dem Landesdurchschnitt liegt. Dies zeigt die professionelle Arbeit der Polizei, die auf aktuelle Entwicklungen reagiert. Zu den größeren Ermittlungsverfahren des letzten Jahres gehört die Zerschlagung eines internationalen Drogenrings mit neun Festnahmen und die Aufdeckung von Kokainschmuggel. Bei diesen Aktionen sind insgesamt 62 Festnahmen erfolgt, darunter auch Verdächtige aus Deutschland, Rumänien und dem Balkanraum. Ein besonders schwerwiegender Fall war die Festnahme nach vollendetem Mord in Neukirchen, ebenso wie zwei Festnahmen nach versuchtem Mord.
Ein weiteres Beispiel für erfolgreiche Ermittlungen ist die „Operation Duplex“, bei der über 100 kg Kokain sichergestellt und 15 Personen festgenommen wurden. Auch die „Operation FedEx/der Buchhalter“ ist erwähnenswert, bei der elf Festnahmen wegen Handels mit rund 12 kg Suchtmitteln getätigt wurden. Diese gezielten Schläge gegen die Jugendkriminalität zeigen, dass die Polizei nicht nur reagiert, sondern auch proaktiv agiert.
Präventionsarbeit und Berührungspunkte
Die Polizei ist nicht nur in der Bekämpfung von Kriminalität aktiv, sondern auch in der Aufklärung. Monatliche Schwerpunktstreifen zur Prävention und Besuche in Schulen sind wichtige Maßnahmen, um Jugendliche über Kriminalität aufzuklären und sie für die Gefahren zu sensibilisieren. Es ist dieser proaktive Ansatz, der zur Stabilität der Sicherheitslage im Bezirk beiträgt.
Die Dämmerungssaison verlief in diesem Jahr zudem erstaunlich ruhig – ein positiver Aspekt, der zeigt, dass die Bemühungen der Polizei Früchte tragen. Dennoch bleibt die Herausforderung, insbesondere im Bereich der Cyberkriminalität, bestehen. Die hohe Präsenz und die fortlaufenden Ermittlungen zeigen, dass die Sicherheitsbehörden die Risiken ernst nehmen und alles daran setzen, die Bevölkerung zu schützen.