Im Jahr 2023 feiert der OÖ Seniorenbund sein 70-jähriges Bestehen, und das wird groß gefeiert! Mit einer Wanderausstellung, die jetzt in Eferding eröffnet wurde, wird diese beeindruckende Zeitspanne sichtbar gemacht. Der Seniorenbund, die größte Seniorenorganisation in Oberösterreich, hat seit seiner Gründung 1956 durch Josef Ratzenböck, der ihn als „Beratungs- und Sprechtagsverein“ ins Leben rief, über 77.000 Mitglieder gewinnen können. Das ist eine stolze Zahl, nicht wahr?
Die Ausstellung zeigt die bedeutendsten Meilensteine aus sieben Jahrzehnten. Auf Schautafeln werden die Entwicklungen auf Landesebene und die Geschichte der einzelnen Bezirke präsentiert. Besonders spannend ist, dass für jeden Bezirk eine eigene Tafel erstellt wurde, die die regionalen Entwicklungen und Aktivitäten der letzten Jahre vorstellt. So kann man in die eigene Geschichte eintauchen und gleichzeitig die Vielfalt der Angebote entdecken, die der Seniorenbund zu bieten hat.
Ortsgruppen und ihre Bedeutung
In Eferding gibt es eine positive Mitgliederentwicklung, und das breite Angebot des Seniorenbundes wird von vielen geschätzt. Seit 1977 gibt es eine eigenständige Bezirksorganisation des Seniorenbundes, und die ersten Bezirksobmänner, wie Franz Hinterkörner und Georg Hude, haben mit viel Engagement die Geschicke geleitet. Nach dem Tod von Georg Hude im Jahr 2024 übernahm Karl Hemmelmayr interimistisch, und seit November 2024 führt Johann Schweitzer als Bezirksobmann die Verantwortungen weiter.
In allen zwölf Gemeinden des Bezirks sind die Ortsgruppen aktiv, und sie bieten ein buntes Programm an. Sportliche Aktivitäten wie Radfahren, Wandern und Kegeln stehen hoch im Kurs, aber auch Tanzveranstaltungen und Reisen kommen nicht zu kurz. Im Jahr 2025 nahm der Bezirk sogar an der Aktion „OÖ radelt“ teil und konnte dabei den ersten Platz erringen. Eine echte Auszeichnung!
Ehrenamtliche Arbeit und die Zukunft
Die ehrenamtliche Arbeit der Ortsgruppen wird in der Wanderausstellung besonders hervorgehoben. Landesgeschäftsführer Franz Ebner und Bezirksobmann Wilhelm Auzinger betonen immer wieder, wie wichtig diese Arbeit für die Gemeinschaft ist. Im Bezirk Vöcklabruck zum Beispiel kümmern sich 36 Ortsgruppen um etwa 6.600 Mitglieder. Bei den zahlreichen Aktivitäten, die angeboten werden, nahmen im Jahr 2025 etwa 35.000 Senioren teil. Das zeigt, wie lebendig und aktiv die Gemeinschaft ist!
Ein weiterer interessanter Aspekt ist der Bundesfreiwilligendienst (BFD), der sich an Senioren ab 27 Jahren richtet und vielfältige ehrenamtliche Möglichkeiten in sozialen, ökologischen und kulturellen Bereichen bietet. Dabei können die Senioren ihre Kompetenzen und Erfahrungen einbringen, sei es in Altenheimen, bei Pflegediensten oder Umweltschutzprojekten. Informationen dazu sind beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben erhältlich.
Ein Blick über die Grenzen
In Österreich gibt es zahlreiche Organisationen, die sich für die Interessen älterer Menschen einsetzen. Die BAGSO (Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen) in Deutschland vertritt über 120 Organisationen und hat inhaltliche Schwerpunkte wie Gesundheit, soziale Solidarität und Freizeitgestaltung. Auch der Österreichische Seniorenrat informiert über aktuelle Themen und Termine für die ältere Generation. So wird deutlich, dass die Anliegen der Senioren nicht nur regional, sondern auch über die Grenzen hinweg Beachtung finden.
Die Wanderausstellung des OÖ Seniorenbundes ist also nicht nur ein Blick zurück auf eine ereignisreiche Geschichte, sondern auch ein Schritt in die Zukunft. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Organisation weiterentwickeln wird und welche neuen Aktivitäten auf die Senioren warten. Eines ist sicher: Die Begeisterung und der Zusammenhalt der Mitglieder sind der Schlüssel zu einem aktiven und erfüllten Leben im Alter.