Heute ist der 5.05.2026 und die Lage auf dem Arbeitsmarkt im Bezirk Gmunden ist, sagen wir mal, ein bisschen durchwachsen. Der aktuelle Stand zeigt, dass per Ende April 2026 insgesamt 1.723 Personen beim AMS als arbeitslos vorgemerkt sind. Das sind 91 weniger als im Vorjahr – ein Rückgang von 5,0 %. Die Arbeitslosenquote liegt bei 3,8 %. Zum Vergleich: In Oberösterreich sind es 5,2 % und bundesweit 7,5 %. Das klingt zwar positiv, doch ein genauerer Blick offenbart einige Herausforderungen, die wir nicht ignorieren sollten.

Die Zahl der Frauen, die arbeitslos gemeldet sind, beläuft sich auf 832, was einen leichten Anstieg von 1,7 % bedeutet. Bei den Männern und anderen Geschlechtern hingegen gab es einen erfreulichen Rückgang um 9,4 %, sodass hier 891 Personen auf Jobsuche sind. Besonders auffällig ist der Rückgang bei den unter 25-Jährigen, deren Arbeitslosigkeit um satte 36,1 % gesenkt werden konnte. Aber ganz im Gegensatz dazu sehen wir einen Anstieg bei den über 60-Jährigen von 28,7 %. Das zeigt, dass es nicht nur die jungen Leute sind, die dringend einen Job suchen müssen – auch die älteren Arbeitnehmer haben es nicht leicht.

Die Schulungsmaßnahmen und offene Stellen

Das AMS Gmunden hat derzeit 607 Personen in aktiven Schulungsmaßnahmen, was einem Anstieg von 19,7 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Diese Maßnahmen sind entscheidend, um die Menschen wieder auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten. Allerdings müssen wir auch die offenen Stellen im Auge behalten. Mit 1.444 offenen Stellen im April, die einen Rückgang von 19,4 % im Vergleich zum Vorjahr darstellen, ist der Markt alles andere als rosig. Vor allem in den Bereichen Gesundheit, Fremdenverkehr und Handel ist die Investitionsbereitschaft verhalten. Der Baubereich hingegen zeigt mit einem Plus von 51,7 % eine erfreuliche Ausnahme. Hier scheint es also noch Potenzial zu geben.

Doch was ist mit den Lehrstellen? Hier gibt es aktuell 368 offene Lehrstellen, von denen 81 sofort verfügbar sind. Allerdings sind 113 Jugendliche ohne Einstellzusage auf der Suche nach einer Lehrstelle – das ist ein weiteres Zeichen, dass der Lehrstellenmarkt unter Druck steht. Die Zahlen zeigen ein gewisses Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage, was es für die Jugendlichen nicht gerade leicht macht.

Ein Blick auf die Vergleichszahlen

Interessanterweise zeigen die Zahlen von vor einem Jahr ein differenziertes Bild. Im April 2025 lag die Arbeitslosenquote bei 3,2 % und ist nun auf 4 % gestiegen – ein Anstieg von 0,8 Prozentpunkten. Dies verdeutlicht, dass die Gmundner Arbeitsmarktlandschaft stärker betroffen ist als andere Regionen in Oberösterreich. Der Rückgang von offenen Stellen um 349 im Vergleich zum Vorjahr ist alarmierend und gibt zu denken. Besonders Frauen sind betroffen – ihre Arbeitslosigkeit stieg um 31,9 %. Insgesamt sind 818 Frauen und 996 Männer arbeitslos gemeldet. Diese Zahlen zeigen, dass es nicht nur um Statistiken geht, sondern um echte Schicksale, die sich hinter diesen Werten verbergen.

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Um die Situation noch ein bisschen greifbarer zu machen: Im April 2026 wurden 668 Personen arbeitslos gemeldet, während 786 ihre Arbeitslosigkeit beendeten. Das sind immerhin 541, die durch eine neue Arbeitsaufnahme wieder in den Arbeitsmarkt integriert werden konnten. Das klingt zwar positiv, doch der Rückgang der offenen Stellen spiegelt die Unsicherheiten und die verhaltene Investitionsbereitschaft wider, die in der Region spürbar sind.

Die Entwicklungen im Bezirk Gmunden sind also durchaus vielschichtig. Während einige Sektoren Hoffnung bieten, bleibt die Lage insgesamt angespannt. Auch wenn die Zahlen eine gewisse Stabilität zeigen, sind viele Menschen direkt betroffen und kämpfen um ihre berufliche Zukunft. Die nächsten Monate werden entscheidend sein, um zu sehen, wie sich die Lage weiterentwickelt und ob die positiven Trends in den Schulungsmaßnahmen und im Baugewerbe nachhaltig sind.