In Kirchdorf gibt es Grund zur Freude! Landesjägermeister Herbert Sieghartsleitner aus Molln wurde mit dem Titel „Ökonomierat“ ausgezeichnet. Diese ehrenvolle Verleihung fand durch Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig statt, der die Bedeutung des Titels hervorhob – er ist mehr als nur ein Ehrenzeichen. Der Titel „Ökonomierat“ wurde bereits 1917 eingeführt, um die Rolle der Land- und Forstwirtschaft für die Versorgung der Bevölkerung zu betonen. Damit gilt er als eine der höchsten Auszeichnungen in diesem Bereich. Die Auszeichnung ist nicht einfach zu erlangen; sie erfordert außergewöhnliches Engagement über viele Jahre. Zu den weiteren Ausgezeichneten zählen Johanna Miesenberger, Peter Preuer und Gudrun Roitner.
Doch was genau bedeutet es, „Ökonomierat“ zu sein? Nun, die Voraussetzungen sind strenge: Ein Mindestalter von 50 Jahren ist notwendig, ebenso wie herausragende Leistungen und langjähriger Einsatz für die heimische Landwirtschaft. Minister Totschnig betonte, dass es Persönlichkeiten braucht, die Zusammenhalt und Verantwortung fördern. In diesem Sinne wurde auch Friedrich Schechtner, der Bürgermeister von Hardegg und Bezirksbauernkammerobmann, gemeinsam mit sechs weiteren Niederösterreichern in diesen erlesenen Kreis aufgenommen. Zu den neuen Ökonomieräten zählen unter anderem Martin Frühwirth, Norbert Hummel und Gerhard Mörk.
Die Tradition des Ökonomierats
Der Titel „Ökonomierat“ hat eine lange Tradition in der Geschichte Österreichs. Er würdigt nicht nur die Leistungen einzelner Personen, sondern auch den zentralen Beitrag der Land- und Forstwirtschaft zur Gesellschaft. Der Anspruch, den dieser Titel erhebt, ist hoch – der Einsatz für den Sektor muss über das Gewöhnliche hinausgehen. Michael Glauber aus dem Burgenland ist ein weiteres Beispiel für diese bemerkenswerten Persönlichkeiten, die mit dem Titel ausgezeichnet wurden. Wie seine Kollegen hat auch er sich um die Land- und Forstwirtschaft verdient gemacht und sieht in der Auszeichnung eine Bestätigung seines Engagements.
Insgesamt wird bei der Verleihung solcher Titel deutlich, wie wichtig die Landwirtschaft für Österreich ist. Die Ausgezeichneten stehen für eine Generation, die Verantwortung übernimmt und sich für die Gemeinschaft engagiert. Es sind Menschen wie Herbert Sieghartsleitner, die zeigen, dass die Verbindung zur Natur und zur Landwirtschaft mehr ist als ein Beruf – es ist eine Lebensphilosophie. Diese Auszeichnungen sind ein Zeichen der Wertschätzung und ein Ansporn für viele, sich ebenso für die heimische Landwirtschaft einzusetzen. Für uns alle ist es gut zu wissen, dass es solche engagierten Persönlichkeiten gibt, die sich um die Zukunft unserer Nahrungsmittelversorgung kümmern.