In Oberwang wird es am 1. August 2026 richtig festlich! Das Konradfest, ein Ereignis, das die Klänge des Friedens feiert, beginnt um 20.00 Uhr mit dem Konzert „Da pacem – Rufe nach Frieden“ in der Pfarrkirche. Das Programm verspricht eine musikalische Reise durch die Zeit, von gregorianischen Gesängen über Renaissancepolyphonie bis hin zur Uraufführung einer wiederentdeckten Motette von Johann Beer. Mitwirkende sind das Vokalensemble Dionysos NOW!, der Tenor Jan Petryka und Martin Haselböck an der Orgel – das wird ein Ohrenschmaus!

Am nächsten Tag, dem 2. August, findet um 10.00 Uhr die Festmesse in der Konradkirche statt. Hier wird Palestrinas Missa L’homme armé zu hören sein, zusammen mit weiteren gregorianischen Gesängen, dargeboten von den Ensembles Graces & Voices und Dionysos NOW! sowie Martin Haselböck. Ein ganz besonderes Highlight ist die Live-Übertragung dieser Festmesse auf ORF 3 und im Regionalradio (Ö2) – so kann jeder, der nicht vor Ort sein kann, dennoch am Geschehen teilhaben. Nach dem Gottesdienst geht das Konradfest im Roppolt-Haus weiter, wo sicherlich viele interessante Begegnungen warten.

Ein unvergesslicher Abschluss

Das Fest findet seinen krönenden Abschluss um 18.00 Uhr mit der Uraufführung von Michael Hazods Werk „es ruht“ für Gitarre solo in der Auferstehungskapelle Straß im Attergau. Diese musikalische Darbietung wird sicherlich die Zuhörer berühren und dazu einladen, über die Themen Krieg und Frieden nachzudenken.

Ein weiteres spannendes Event im Rahmen des Konradfestes ist „BACH AM ATTERSEE“, das sich mit dem Thema Krieg und Frieden beschäftigt und den Fokus auf Johann Beer legt. Hier werden Vorträge, Lesungen und Konzerte mit Werken von Beer, Biber, Schmelzer und Bach stattfinden. Es ist eine großartige Gelegenheit, die Antworten zu erkunden, die Musik auf die Erfahrungen von Krieg, Gewalt und Versöhnung geben kann.

Ein Festival mit Tiefgang

Das KIRCH’KLANG Festival, das ebenfalls Teil des Konradfestes ist, verbindet historische Aufführungspraxis mit regionaler Erinnerungskultur und legt einen Schwerpunkt auf die 400 Jahre Bauernkriege. Es wird erforscht, welche Rolle die Musik in den Kontexten von Krieg und Frieden spielt. Für alle, die an diesem kulturellen Erlebnis teilnehmen möchten, sind Tickets und weitere Informationen auf www.kirchklang.at sowie in den Infobüros der Tourismusregion Salzkammergut erhältlich.

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Besonders wichtig ist, dass einige Veranstaltungsorte aufgrund ihres historischen Charakters nicht barrierefrei zugänglich sind. Das Team vor Ort bemüht sich jedoch, einen angenehmen Konzertbesuch zu ermöglichen. Wer individuelle Bedürfnisse hat, kann sich unter office@kirchklang.at oder telefonisch unter 0676 408 42 18 melden. Zudem gibt es Ermäßigungen für Mitglieder des Ö1 Clubs sowie Jugendtickets für Personen unter 27 Jahren, allerdings ist ein Nachweis erforderlich. Die Abendkassa öffnet eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn; der Einlass erfolgt 30 Minuten vorher oder nach Ansage. Und ein kleiner Hinweis am Rande: Bild- und Tonaufnahmen während der Veranstaltungen sind grundsätzlich untersagt.

Historische Klänge neu erleben

Bei all diesen musikalischen Darbietungen und Festlichkeiten wird auch die historische Aufführungspraxis eine Rolle spielen. Diese orientiert sich historisch am menschlichen Pulsschlag, der etwa 70-80 Schläge pro Minute beträgt. Dirigierbewegungen waren im Einklang mit diesem Pulsschlag, was bedeutete, dass die Musiker eine gewisse Natürlichkeit in ihrem Spiel anstrebten. In der Zeit des Barock wurde das Tempo oft durch die menschliche Bewegung beeinflusst, und es gab zahlreiche Regeln zur Zuordnung von Notenwerten und Taktarten. In diesem Kontext wird auch das „tempo giusto“ thematisiert, das für ein „rechtes Tempo“ eintritt und die Wichtigkeit eines angemessenen Tempos in der Musik betont.

So wird das Konradfest nicht nur ein Fest des Friedens, sondern auch eine Gelegenheit, in die faszinierende Welt der historischen Musik einzutauchen. Ein Erlebnis, das man nicht verpassen sollte!

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