In Pasching tut sich was! An der L1390 Kürnbergstraße wird ein neuer Geh- und Radweg errichtet, der nicht nur eine bedeutende Lücke im regionalen Radwegenetz schließt, sondern auch die Anbindung an die Radhauptroute 8 verbessert. Die Bauarbeiten sind bereits am 29. Juni gestartet und sollen bis Mitte Oktober abgeschlossen sein. Insgesamt investiert die Marktgemeinde rund 720.000 Euro in dieses Projekt, wobei die Finanzierung durch Bundesfördermittel und das Land Oberösterreich jeweils zur Hälfte unterstützt wird. Ein Teil dieser Investition fließt auch in den Ausbau des bestehenden Gehsteigs im Ortsteil Wagram, der mit 1,70 Metern Breite für eine gemeinsame Nutzung schlichtweg ungeeignet war.

Der neue Weg wird rund 450 Meter lang und hat eine durchschnittliche Breite von 2,85 Metern, ergänzt durch einen 75 Zentimeter breiten Trennstreifen zur Fahrbahn. Das klingt nach einem echten Gewinn für die Verkehrssicherheit! Nach der Fertigstellung des Radweges wird zudem die Fahrbahn der L1390 auf 650 Metern saniert, und das mit einer Investition von etwa 170.000 Euro durch das Land Oberösterreich. Diese Sanierungsarbeiten beginnen Ende September und sollen ebenfalls bis Mitte Oktober abgeschlossen sein.

Verkehrssicherheit im Fokus

Die Verbesserung der Verkehrssicherheit für Fußgänger:innen und Radfahrer:innen steht bei diesem Vorhaben ganz oben auf der Agenda. Während der Bauzeit können jedoch Verkehrsbehinderungen, Lärm- und Staubbelastungen auftreten. Die Bauarbeiten werden von der Straßenmeisterei Ansfelden des Landes Oberösterreich durchgeführt, und die Anrainer:innen sowie Verkehrsteilnehmer:innen sollen möglichst wenig beeinträchtigt werden. Hier ist also Fingerspitzengefühl gefragt. Übrigens: Eine Totalsperre der L1390 für Asphaltierungsarbeiten ist ab dem 13. Juli 2026 für etwa zwei Tage geplant. Auf die betroffenen Grundeigentümer wird man rechtzeitig zukommen, falls private Grundstücksflächen vorübergehend genutzt werden müssen.

Die Notwendigkeit solcher Infrastrukturprojekte wird auch durch ein bundesweites Förderprogramm untermauert. Seit 2021 können Länder und Gemeinden Bundesmittel für Radverkehrsinfrastrukturprojekte beantragen. Das Finanzhilfe-Sonderprogramm „Stadt und Land“, das bis 2030 verstetigt wurde, stellt dafür rund 1,9 Milliarden Euro bereit. Ziel ist es, den Verkehr auf den Radverkehr zu verlagern, besonders im ländlichen Raum. Über 3.500 Maßnahmen wurden bundesweit bereits genehmigt – ein klares Zeichen, dass Radfahren in Österreich immer mehr in den Fokus rückt.

Die geförderten Maßnahmen reichen von Neu- und Ausbau von Radverkehrsnetzen bis hin zur Schaffung von Radwegebrücken und Abstellanlagen. Hier wird also nicht nur ein neuer Weg geschaffen, sondern auch ein ganzes Netzwerk, das das Radfahren sicherer und attraktiver macht. Man darf gespannt sein, wie sich die Situation in Pasching entwickeln wird. Es bleibt zu hoffen, dass die Anwohner:innen und Radfahrer:innen von den Verbesserungen bald profitieren können!

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